Wie ein Phönix aus der Bildungs-Asche
28.04.2026 Bezirk Sissach, Bauprojekte, Baselbiet, ZunzgenEinweihungsfest der sanierten Primarschule
Umrahmt von Festreden und Musik wurden mit einem Tag der offenen Tür die renovierten Räumlichkeiten der Primarschule Zunzgen unter grossem Interesse und im Beisein von regionaler Politprominenz eingeweiht. Die Renovationsarbeiten hatten drei ...
Einweihungsfest der sanierten Primarschule
Umrahmt von Festreden und Musik wurden mit einem Tag der offenen Tür die renovierten Räumlichkeiten der Primarschule Zunzgen unter grossem Interesse und im Beisein von regionaler Politprominenz eingeweiht. Die Renovationsarbeiten hatten drei Jahre gedauert.
Sander van Riemsdijk
Der lichtdurchflutete Bau präsentiert sich nach der intensiven Sanierungsphase als modernes Schulhaus, das sowohl ästhetisch als auch funktional überzeugt und den veränderten Anforderungen an die Bildung Rechnung trägt: Mit einem Tag der offenen Tür, umrahmt von Festreden sowie musikalischen Darbietungen, ist am Samstag die sanierte Primarschule Zunzgen feierlich eingeweiht worden. Die dreijährigen Renovationsarbeiten stiessen auf grosses Interesse und wurden im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik und Bevölkerung gewürdigt.
Lehrpersonen nutzten den Anlass, um Einblicke zu geben. Mélanie Pfaff, Lehrerin der 5. Klasse, lobte die neue Infrastruktur mit den Einzelpulten: Diese ermögliche es, den Unterricht stärker zu differenzieren und individueller zu gestalten.
Mit dem Lied «Die kleine Hand» eröffneten Schülerinnen und Schüler der Primarschule und des Kindergartens gemeinsam mit dem Musikverein Zunzgen den Festakt auf dem Schulplatz. Die umfassende Sanierung der Schulanlage war notwendig geworden: Die Räume entsprachen nicht mehr den Anforderungen des Schulbetriebs, zudem wird mit steigenden Schülerzahlen gerechnet.
Die Arbeiten erfolgten in drei Etappen: 2022 wurde mit dem Nordtrakt begonnen, im August 2023 folgte der Südtrakt, und Anfang vergangenen Jahres startete die Sanierung des Mitteltrakts. Entstanden ist eine Anlage, die Funktionalität und moderne Architektur verbindet und den Bildungsanforderungen der Zukunft gerecht wird.
«Hier wird Schule gestaltet»
Bei sommerlichem Wetter führte Gemeinderat Ettore Candolfi durch das Programm. Gemeindepräsident Hansruedi Wüthrich eröffnete den Reigen der Ansprachen: «So prächtig wie das Wetter präsentiert sich auch unsere sanierte Schule», sagte er. Die Gemeinde habe damit eine bedeutende Investition in die Zukunft der Kinder getätigt. Gleichzeitig würdigte er die Arbeit der zuständigen Gemeinderäte Pascal Eberle (Hochbau) und Christian Staudenmann (Primarschule und Kindergarten). Regierungsrat und Bildungsdirektor Markus Eigenmann zeigte sich beeindruckt vom Ergebnis der Sanierung: «Hier wird nicht nur unterrichtet – hier wird Schule gestaltet. Ein Ort, an dem sich junge Menschen entfalten können.»
Nach weiteren Beiträgen der Schulleitung, des Schulrats und des Architekturbüros Lehner + Tomaselli wurde die Anlage symbolisch mit dem Durchschneiden eines bunten Bands eröffnet. Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten im Rahmen eines Rundgangs zu besichtigen. Präsentationen und Ausstellungen – von textilen Arbeiten bis zur «Zeitreise Schule» – gaben Einblick in den aktuellen Schulalltag.
Bauen während des Schulbetriebs
Gemeinderat Pascal Eberle zeigte sich zufrieden mit dem Projektverlauf – trotz der Herausforderungen: «Die Sicherstellung des laufenden Schulbetriebs während der Bauzeit war anspruchsvoll.» Umso erfreulicher sei es, dass die Kosten unter dem bewilligten Kredit geblieben seien. «So konnten zusätzliche Arbeiten umgesetzt werden, die sich erst während der Bauphase als notwendig erwiesen.»
Heute umfasst die Schulanlage Räumlichkeiten für 9 Klassen sowie 2 Kindergärten mit insgesamt 217 Kindern und 28 Lehrpersonen. Die klassischen Klassenzimmer wurden durch moderne Lernräume ersetzt, die neue pädagogische Konzepte unterstützen. Auch der Aussenbereich wurde aufgewertet: Eine neue Spielanlage mit langlebigen Materialien und sicherem Fallschutz lädt zum Verweilen ein.
Für die jüngsten Gäste bot das Festprogramm zusätzliche Unterhaltung – unter anderem mit Hüpfburg, Einradfahren, Jugendmobil und Schubkarrenrennen. Eine Festwirtschaft sowie eine Kaffeestube rundeten die gelungene Einweihungsfeier ab.



