Hunderte Schulkinder an Umzügen
An den Fasnachtsumzügen der Kindergarten- und Primarschulklassen in Sissach und Gelterkinden ging es bunt, chaotisch und auch laut zu. Ein lebendiger Freitagvor- respektive -nachmittag, an dem Freude die vorherrschende Emotion war.
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Hunderte Schulkinder an Umzügen
An den Fasnachtsumzügen der Kindergarten- und Primarschulklassen in Sissach und Gelterkinden ging es bunt, chaotisch und auch laut zu. Ein lebendiger Freitagvor- respektive -nachmittag, an dem Freude die vorherrschende Emotion war.
Melanie Frei
Feuerwehrbuben und -meitli, Bewohnerinnen und Bewohner der Villa Kunterbunt und Marienkäferli: An den Fasnachtsumzügen der Kindergärten und Primarschulen in Sissach und Gelterkinden vom vergangenen Freitag konnte man so mancherlei lustige Gestalten antreffen. Klassenweise zogen sie durch die Dorfzentren und präsentierten stolz ihre selbst gemachten Verkleidungen.
«Die Kostümvorbereitungen haben nach den Weihnachtsferien begonnen», erklärt Sonja Heinis, Zuständige für die Planung und Organisation des diesjährigen Primarschulumzugs in Sissach. 14 Klassen gab es zu betreuen und zu leiten. Darunter befanden sich alle Kindergärten, einige Schulklassen und die Heilpädagogische Schule Sissach. «Insgesamt waren es 280 Kinder, die durch die Begegnungszone zogen. Musikalisch begleitet wurden sie dabei von der Kindergugge Nootechaote, der ‹Guggä FSG› und vereinigten Pfeifern und Tambouren», führt Heinis weiter aus.
Bei den Bastelarbeiten hätten sogar Eltern mitgeholfen, indem sie beispielsweise die Kinder beim Kleistern unterstützten. Ein Kindergarten der Primarschule Dorf, betreut durch Verena Engel, hatte sich als Pippi Langstrumpf kostümiert. Die Kleinen hüpften auf selbst gemachten Steckenpferden, dem «kleinen Onkel», durch den «Strichcode». Die Klasse 1/2a, betreut durch Patrizia Antonicelli, präsentierte sich als mutige Feuerwehrbuben und -meitli.
Auch in Gelterkinden konnten viele freudige Gesichter beobachtet werden: Stolze 315 Kinder nahmen am Umzug teil, darunter mehrere Kindergärten und drei Klassen, wie Mitorganisatorin Mirjam Schweizer berichtete. «Die Fasnachtsvorbereitungen – im Fokus lag das Erstellen des eigenen Kostüms – verliefen ganz unterschiedlich. In der Schule wurden die Kinder informiert, warum wir Fasnacht feiern und wie die verschiedenen Formen von Fasnacht aussehen können», so Schweizer. Das Kostüm sei im Zusammenhang mit dem Thema entstanden, das aktuell in der Schule oder dem Kindergarten behandelt werde. «Fasnacht hat Kulturcharakter. Entsprechend wurden auch Texte über die Fasnacht in anderen Ländern gelesen und Lieder gelernt», erklärt Schweizer weiter.
In Gelterkinden anzutreffen waren unter anderem eine schwarz gefleckte Kuhherde, farbige Fischlein und einige witzige Clowns.
Die Freude an der Fasnacht, den Kostümen und der Stolz der anwesenden Familien und Freunde waren rundherum spürbar. Links und rechts von den Kindern wurde eifrig fotografiert und laut gejubelt. Die Kinder liessen es sich nicht nehmen, das eine oder andere Mal in den Konfettisack zu greifen und die Zuschauenden damit zu bewerfen. Natürlich wurde ihnen das mit einem Lächeln verziehen. Was wäre schon eine Fasnacht ohne Konfetti? Eben.