Strub, Völlmy und Noffke gewählt
Drei neue Pfarrpersonen ersetzen im kommenden Jahr in der Kirchgemeinde Sissach-Wintersingen Matthias Plattner, Daniel Wüthrich und Gerd Sundermann. Die Kirchgemeinde stimmte am Sonntag nach einem ersten Gottesdienst der drei Neuen einstimmig zu.
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Strub, Völlmy und Noffke gewählt
Drei neue Pfarrpersonen ersetzen im kommenden Jahr in der Kirchgemeinde Sissach-Wintersingen Matthias Plattner, Daniel Wüthrich und Gerd Sundermann. Die Kirchgemeinde stimmte am Sonntag nach einem ersten Gottesdienst der drei Neuen einstimmig zu.
Jürg Gohl
Noch muss der 12. Oktober abgewartet werden. Bis zu diesem Tag sind noch Einsprachen oder Gegenkandidaturen möglich. Dann aber steht das neue Pfarrteam der Kirchgemeinde Sissach-Wintersingen fest, dem auch die politischen Gemeinden Böckten, Diepflingen, Itingen, Nusshof und Thürnen angehören.
Am Sonntag hat die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung die Pfarrpersonen Marianne Strub, Annina Völlmy und Detlef Noffke einstimmig und in globo ins Amt gewählt. Sie folgte damit ohne Wortbegehren dem Vorschlag der achtköpfigen Pfarrwahlkommission und stimmte auch dem Antrag zu, die drei Neuen in einer stillen Wahl zu bestätigen.
Marianne Strub wird ihre Stelle, die mit einem 80-Prozent-Pensum dotiert ist, am 1. April 2027 antreten, Detlef Noffke (50 Prozent), der seit 18 Jahren in Ormalingen als Pfarrer wirkt, folgt ihr per 1. Juli, und Annina Völlmy (80 Prozent) wird das Team am 1. September komplettieren. Seit diesem Monat arbeitet zudem Cornelia Jansen als Leiterin Administration/Organisation für die grösste Oberbaselbieter Kirchgemeinde.
Mit gleich drei neuen Pfarrpersonen steht ein aussergewöhnlicher Umbruch bevor. Ausgelöst wurde dieser durch die bevorstehende Pensionierung von Matthias Plattner und Daniel Wüthrich auf den 30. Juni 2027. Hinzu kommt, dass ihr Kollege Gerd Sundermann nach seiner Pensionierung, die in 30 Monaten ansteht, in einem Teilzeitpensum weiterarbeiten möchte und deshalb eine Pfarrstelle in Worb antritt. Sissach wird damit im kommenden Jahr rund 75 Amtsjahre verlieren. Auch Langzeit-Stellvertreterin Rosina Vischer wird im kommenden Frühjahr weiterziehen. Dafür stossen ab November Yannik Müller und Susanna Lehmann, zwei sozialdiakonische Mitarbeitende, zum neuen Pfarrteam.
Wohnsitzpflicht aufgehoben
Durch die bevorstehende Rochade wird das Pfarrteam deutlich verjüngt und vor allem weiblicher, ist doch Detlef Noffke mit seinem Halbtagspensum der einzige Mann. Die 35-jährige Seraina Berger, die 2025 zum Sissacher Pfarrteam stiess, wird dort ab kommendem Sommer bereits die Dienstälteste sein. Weil Detlef Noffke weiterhin in Ormalingen wohnen bleiben möchte und Gerd Sundermann umgekehrt trotz eines Teilzeitpensums in Sissach nach Worb umziehen wird, stimmte die Versammlung am Sonntag auch dem Antrag zu, die Wohnsitzpflicht für die beiden Pfarrpersonen aufzuheben. Esther Vogt, die Co-Präsidentin des Kirchenrats, sprach von einer «Lex Sundermann/Noffke».
Damit sich die Kirchgemeinde ein Bild von ihnen machen konnte, gestalteten Marianne Strub, Annina Völlmy und Detlef Noffke vor der Versammlung in der Kirche St. Jakob einen ersten Gottesdienst. Dabei erklärten sie am Wunder der «Speisung der 5000», wie wichtig eine Gemeinschaft sei, in der man für andere sorgt und in der gleichzeitig für einen gesorgt wird.