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Nussverbot in Lausner Dorfschule

| Do, 07. Jul. 2016

Weil nach den Sommerferien zwei Kinder mit einer lebensbedrohlichen Nussallergie in Lausen in den Kindergarten eintreten, wird das gesamte Dorfschulareal zur nussfreien Zone erklärt. Das hat viele Konsequenzen, und die Zusage des Rektors an die Eltern stösst auch auf Kritik.

Der Kindergarten und die Primarschule in Lausen müssen sich im neuen Schuljahr einer besonderen Herausforderung stellen: Am 15. August treten zwei Kinder, ein Mädchen und ein Knabe, in den Kindergarten Bettenach ein, die beide an einer starken Nuss- beziehungsweise Erdnuss-Allergie leiden. Deshalb wird das gesamte Schulareal zur Nuss- und Erdnuss-freien Zone erklärt. Es dürfen dort keine Nüsse oder Produkte, die Nüsse enthalten, verzehrt werden. Entsprechende Plakate – der Begriff «Verbot» wird umgangen – werden darauf aufmerksam machen. Lausen ist damit nicht die erste Gemeinde, die eine nussfreie Schule führt. In Sissach geschieht auf das bevorstehende Schuljahr das Gleiche, und in Ramlinsburg wird eine solche Schule bereits seit einem Jahr geführt. In der ganzen Schweiz sind es deren 52.

Was den Lausner Fall aber speziell macht, ist die Situation, dass eines der beiden Kinder so stark allergisch ist, dass der Kontakt mit Nüssen zu einem Schock führt, der ohne Gegenmassnahme lebensbedrohlich sein kann. «Schon kleinste Nusspartikel in der Luft oder Nussspuren an Türgriffen, die eingeatmet oder über die Schleimhäute in den Körper gelangen, können eine gefährliche Reaktion auslösen», schreibt Primarschulleiter Urs Beyeler im jüngsten Lausner Gemeindeanzeiger, um so die Öffentlichkeit zu informieren. Auf einen vergleichbaren Fall stösst man  im Baselbiet nicht, sondern erst in Zürich.

Nach den Ferien werden überdies die Schüler versammelt, um sie altersgerecht auf die Massnahme und vor allem deren Grund aufzuklären. Mit einem Flyer, in neun Fremdsprachen übersetzt, wurden bereits alle Eltern der Lausner Schüler ins Bild gesetzt. Dabei wurde auch geraten, dass Kinder nach dem Essen von Nüssen daheim zur Sicherheit die Hände waschen. Das Lehrerkollegium wurde sogar eigens geschult. Dabei wurden Präventions- wie auch Notfallmassnahmen erläutert.

Weiter im Text in der »Volksstimme» vom 7. Juli, Seite 3.

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