Kind durch morschen Balken verletzt
27.05.2026 Bezirk Waldenburg, Baselbiet, Polizei, Bildung, HölsteinFünfjähriger wurde nach Unfall auf Spielplatz ins Spital gebracht
Ein Schaukelbalken brach auf dem Kindergartenspielplatz Neumatt in Hölstein und verletzte vergangene Woche einen fünfjährigen Bub schwer. Die Gemeinde hat alle Spielplätze zur Kontrolle angemeldet, die Bevölkerung ...
Fünfjähriger wurde nach Unfall auf Spielplatz ins Spital gebracht
Ein Schaukelbalken brach auf dem Kindergartenspielplatz Neumatt in Hölstein und verletzte vergangene Woche einen fünfjährigen Bub schwer. Die Gemeinde hat alle Spielplätze zur Kontrolle angemeldet, die Bevölkerung zeigt sich solidarisch.
Melanie Frei
Vor einer Woche ereignete sich auf dem Spielplatz des Kindergartens Neumatt in Hölstein ein schwerer Unfall: Der Stützpfosten einer Schaukel stürzte unvermittelt um und verletzte einen fünfjährigen Buben schwer. Das Kind musste notfallmässig ins Spital. Laut «Blick» zeigte die Untersuchung der Bruchstelle, dass das Holz innen morsch und zersetzt war. Die Polizei Baselland bestätigte den Unfall und nahm Ermittlungen auf. Neue Erkenntnisse liegen noch keine vor.
Gemeindepräsidentin Andrea Heger erklärt: «Die Gemeinde ist sehr betroffen und bedauert diesen Vorfall ausserordentlich.» Verständlicherweise habe dieses Ereignis auch die Bevölkerung erschüttert. Aktuell stehe das Wohl des verletzten Kindes und seiner Familie im Zentrum. Ihnen sollten Gedanken, Mitgefühl und Unterstützung dienen, so Heger.
Die Gemeinde hat der Polizei alle Kontrollrapporte übergeben. Der Spielplatz Neumatt wird voraussichtlich noch diese Woche polizeilich freigegeben; die Spielgeräte werden danach abgebaut und einer genaueren Untersuchung unterzogen. Bis übernächste Woche werden sämtliche Spielplätze der Gemeinde durch die Herstellerfirma kontrolliert. Die bisher zweijährigen Herstellerkontrollen sollen künftig jährlich stattfinden, sagt Präsidentin Heger.
18 000 Franken Spenden
Die übrigen Kindergartenkinder wurden am Unfalltag von Lehrpersonen betreut und erhielten psychologische Unterstützung. Die Eltern wurden per Brief informiert. Die Schule wird durch einen Notfallpsychologen mit mehrjähriger Erfahrung betreut. Er berät die Lehrpersonen, wie sie einerseits den Kindergartenkindern helfen können, das Ereignis zu verarbeiten, und andererseits über die Wichtigkeit, die betroffene Familie und ihre Wünsche einzubeziehen. Derzeit wünscht sich die Familie Zurückhaltung und einen geschützten Raum für sich. Ein weiterer Elternbrief wird verschickt, sobald genügend konkrete Informationen vorliegen.
Eine Bekannte der Familie lancierte auf der Plattform GoFundMe einen Spendenaufruf. Darin schildert sie, wie der Knabe in der Pause mit anderen Kindern auf dem Klettergerüst spielte, als es plötzlich zusammenbrach. «Was bleibt, ist Ungewissheit – und eine Familie, die mit drei weiteren Kindern weiter funktionieren muss», schreibt die Initiantin. Das ursprüngliche Spendenziel von 18 000 Franken wurde innerhalb weniger Stunden erreicht. Als Zeichen der Solidarität sollen alle Spender mit einer Gravur auf einem Holzprojekt für das Kinderzimmer des Buben verewigt werden – realisiert von der Flickwerkstatt Niederdorf.
