Neuer Buswendeplatz wertet den Dorfkern auf
Das Baselbieter Tiefbauamt hat die Bevölkerung von Nusshof über den geplanten Buswendeplatz «Im Dörfli» informiert. Dieser wird das vorhandene Sicherheitsdefizit eliminieren und den Dorfkern als Aufenthaltsort aufwerten.
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Neuer Buswendeplatz wertet den Dorfkern auf
Das Baselbieter Tiefbauamt hat die Bevölkerung von Nusshof über den geplanten Buswendeplatz «Im Dörfli» informiert. Dieser wird das vorhandene Sicherheitsdefizit eliminieren und den Dorfkern als Aufenthaltsort aufwerten.
Willi Wenger
«Wir begehen heute quasi das 10-Jährige», kommentierte Marco Schwob von der Sutter Ingenieur-Planungsbüro AG, als er die Ausgangslage zum 980 000 Franken teuren Bauprojekt des Tiefbauamts Baselland skizzierte. In der Tat: Vor genau zehn Jahren wurde die erste Machbarkeitsstudie erstellt, die nunmehr mit dem aktuellen Projekt ihren Abschluss fand. Im Optimalfall wird der Baubeginn in einem Jahr erfolgen und Ende 2027 würde die Tiefbau-Infrastruktur ihrer Bestimmung übergeben werden können.
Gemeindepräsident Rolf Wirz sagte, dass das Sicherheitsdefizit mit dem Bus die Gemeinde schon lange beschäftige. Heute muss der Bus für das Wendemanöver rückwärts fahren, was für Personen in dessen Nähe gefährlich werden könnte. Die getroffene Lösung sei eine gute und sie sehe letztlich auch gut aus. Er hoffe, dass das Projekt wie geplant realisiert werden kann.
Marco Schwob nannte als Projektziele die Einhaltung des bisherigen Tempos 30, die Einbindung in die kantonale Wanderroute sowie die gemäss Behindertengleichstellungsgesetz notwendige Bauweise im Speziellen beim Haltestellenbereich. Wie Wirz wies er darauf hin, dass die Neugestaltung eine erhebliche Verbesserung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden bedeute und die Aufenthaltsqualität erhöht werde.
Dorfbrunnen muss weichen
Projektverfasser Yannick Zemp von der Rapp AG stellte das Bauvorhaben mit seinen drei Elementen Kreuzung, Bushaltestelle und Wendeplatz detailliert vor. Wichtige Elemente sind gemäss Zemp wie erwähnt die Haltestelle gemäss Behindertengleichstellungsgesetz, der Wegfall von öffentlichen Parkplätzen, der Abbruch des Dorfbrunnens, die Erstellung einer Aufenthaltsinsel mit Brunnen und Winterlinde sowie das Entfernen einer etwa 50 Jahre alten Pappel.
Christian Stauffenegger von der Gestaltungsplanung Stauffenegger + Partner in Basel präsentierte dem Publikum schliesslich die eigentliche Gestaltung. Diese wird, man kann das so festhalten, schlicht grossartig sein. Im Dialog mit der Denkmalpflege wird ein Bijou entstehen, das perfekt ins Dorfbild von Nusshof passen wird.
Das Mitwirkungsverfahren läuft bis zum 24. Juli. Die Bevölkerung wurde von der Kommunikationsleiterin der Bau- und Umweltschutzdirektion, Andrea Tschopp, eingeladen, sich daran zu beteiligen. «Ihre Eingaben und Ideen werden wir gerne aufnehmen», sagte sie und stellte auch den Terminplan vor, der den Baustart Anfang Juni kommenden Jahres vorsieht. Der Dorfplatz solle im Idealfall Ende Oktober 2027 «bezugsbereit» sein.