Neues Projekt zum Jubiläum
30.06.2022 Baselbiet, Bezirk Waldenburg, NaturStiftung Wasserfallen feiert ihr 20-jähriges Bestehen
Diesen Sonntag feiert die Stiftung Wasserfallen ihr 20-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass stellt sie der Öffentlichkeit ihr Aufwertungsprojekt Wasserfallen vor.
Brigitt Buser
Das Gebiet Wasserfallen ist ...
Stiftung Wasserfallen feiert ihr 20-jähriges Bestehen
Diesen Sonntag feiert die Stiftung Wasserfallen ihr 20-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass stellt sie der Öffentlichkeit ihr Aufwertungsprojekt Wasserfallen vor.
Brigitt Buser
Das Gebiet Wasserfallen ist bekannt für vielfältige Lebensräume, hohe Biodiversität und unverwechselbare Landschaft. Dies spiegelt sich in der Unterschutzstellung und Inventarisierung zahlreicher Flächen im Inventar von Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung wider.
Die Stiftung Wasserfallen, nicht zu verwechseln mit der Stiftung Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen, wurde vor zwei Jahrzehnten gegründet. Sie ist Besitzerin des Wasserfallenhofs mit rund 55 Hektaren Wiese, Weide und Wald und setzt sich für Naturschutz und Nachhaltigkeit ein. Auf Anregung des Fonds Landschaft Schweiz erarbeitete sie zusammen mit der «Mer-Natur Naturschutzbiologie GmbH» das «Aufwertungsprojekt Wasserfallen».
Mit diesem führt die Stiftung Wasserfallen für die Jahre 2022 bis 2025 ein umfassendes Naturschutzprojekt im Gebiet Wasserfallen durch, das nicht nur die Parzellen des Wasserfallenhofs in Reigoldswil, sondern die gesamte Fläche des Gebiets, in das die Gemeinden Reigoldswil und Waldenburg im Baselbiet sowie Mümliswil-Ramiswil im Kanton Solothurn involviert sind. Das Projekt wird anlässlich des Stiftungsjubiläums diesen Sonntag auf dem Hof Wasserfallen ab 10 Uhr begleitet von einem Rahmenprogramm der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Stiftung Wasserfallen bildet die Hauptträgerschaft. Co-Trägerschaft sind die Gemeinden Reigoldswil, Waldenburg, sowie Titterten und Ziefen, die ihr Wasser aus dieser Region beziehen. Ebenso wie die Gemeinde Mümliswil-Ramiswil, der Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen und beispielsweise die Naturpark-Thal-Stiftung. Das Projekt wird von den lokalen Gemeinden und verschiedenen Naturschutz-Stiftungen ideell und finanziell unterstützt und auch von den Kantonalen Fachstellen getragen.
Förderung seltener Arten
Ziel ist es, auf einer Fläche von rund 150 Hektaren nicht nur ein naturnahes Erholungsgebiet zu schaffen, sondern auf Dauer auch zu erhalten, wie einem Projektbeschrieb zu entnehmen ist. Dazu sind in den kommenenden vier Jahren folgende Arbeiten geplant: Die Pflegeoptimierung von extensiven Wiesen und Weiden, die Aufwertung von Hecken und Krautsäumen, die Schaffung und Pflege von lichtem Wald und gestuften Waldrändern. Weiterhin die Freistellung und Pflege von Felsen, Pflege und Schutz von Feuchtstellen und Quellen, der Bau eines zusätzlichen Weihers und einer Weidemauer in Trockenbauweise sowie die Schaffung von zahlreichen zusätzlichen Kleinstrukturen. Im Mittelpunkt des Bestrebens steht die Förderung von Pflanzen, unter anderem mehrerer Enzian- und Orchideenarten sowie der Scheidigen Kronwicke. Bei den Vogelarten sind es der seltene Baumpieper, Neuntöter und die Heidelerche. Bei den Tagfaltern der Thymian-Ameisenbläuling und das Bergkronwicken-Widderchen.
Da das Gebiet vielfältig touristisch erschlossen und daher äusserst beliebt ist, werden verschiedene Massnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit sowie zu Lenkung und Verhalten der Besucher evaluiert und umgesetzt. Die Aufwertungsarbeiten werden grösstenteils mit lokalen Landwirten und Forstbetrieben umgesetzt, womit die Wertschöpfung in den Standortgemeinden bleibt. Laut Dorothée Dyck-Baumann, Geschäftsführerin Stiftung Wasserfallen, wird das Projekt aus Beiträgen der Trägerschaft und grösstenteils von Lotteriefonds, Stiftungen und ähnlichen Institutionen getragen, wobei 80 Prozent des Betrags zugesagt wurden. Budgetiert sind für das Vorhaben Ausgaben von rund 750 000 Franken