«Jazz uf em Strich» mit Musik vom Balkan und aus Afrika
Am 1. Juli wird es schwungvoll in der Sissacher Begegnungszone: Zwei spielstarke Bands trumpfen mit Musik vom Balkan auf, dazu wird eine Sängerin mit Wurzeln im ostafrikanischen Mosambik das Publikum zum Tanzen ...
«Jazz uf em Strich» mit Musik vom Balkan und aus Afrika
Am 1. Juli wird es schwungvoll in der Sissacher Begegnungszone: Zwei spielstarke Bands trumpfen mit Musik vom Balkan auf, dazu wird eine Sängerin mit Wurzeln im ostafrikanischen Mosambik das Publikum zum Tanzen bringen.
tho. Im Vorjahr konnte «Jazz uf em Strich» zwar ausgetragen werden, doch es ging eine lange Corona-Zitterpartie voran. 2020 hatte das Festival noch abgesagt werden müssen. Jetzt haben sich die Pandemie-Wolken verzogen und alle paar Tage wechselnde Schutzkonzepte sind komplett von gestern. Die 13. Ausgabe im 14. Jahr des Festivals scheint wieder unter einem glücklichen Stern zu stehen.
«Jazz uf em Strich» wird am 1. Juli vor dem «Cheesmeyer» in der Sissacher Begegnungszone über die Bühne gehen. Mittlerweile steht das Programm, wie Initiant Stefan Zemp verrät: Den Auftakt macht die Band «Prekmurski Kavbojci», die seit rund 20 Jahren mit einem vielfältigen Balkan-Musikmix durchs Land tourt. Vonstatten geht das ohne elektronischen Schnickschnack mit Klarinette, Akkordeon, Gitarre, Kontrabass, Pauke und Gesang. Die Songs beginnen häufig melancholisch und enden fast immer rasant. Sissach darf sich auf die «slowenischen Cowboys» aus Basel freuen!
Zemp und seine Mitorganisatoren präsentieren sodann «Muhi Tahiri & Friends» und bleiben damit zumindest thematisch dem Balkan treu. Stilistisch schlägt Saxofonist Muhi Tahiri, der aus dem Kosovo stammt, aber ganz andere Töne an. Er interpretiert osteuropäische Zigeunermusik neu und lässt auf interessante Weise vielerlei Jazzstilarten einfliessen. Auch hier darf sich das Publikum auf eine spiel- und rhythmusstarke Band einstellen. Den Abschluss des Abends schliesslich macht Nilsa, eine längst in der Schweiz wohnhafte Musikerin mit Wurzeln in Mosambik. Wer sich jetzt schon bei den einschlägigen Streamingdiensten durch die portugiesisch gesungenen Titel von Nilsa hört, bekommt einen Stilmix von Rap über Hip-Hop und Pop zu Afro-Rhythmen zu hören. Die afrikanische Lebensfreude dürfte das Publikum in der Sissacher Begegnungszone rasch von den Sitzbänken reissen.
Stefan Zemp rechnet wiederum mit rund 500 Zuschauerinnen und Zuschauern, darunter viele Stammgäste aus dem ganzen Oberbaselbiet. Der Eintritt ist wie immer frei, die Organisatoren hoffen allerdings wie in jedem Jahr auf viele freiwillige Spenden, die in der Regel zusammen mit dem Ertrag aus der Festwirtschaft circa einen Drittel des Festivalbudgets von rund 18 000 Franken ausmachen. Den Rest nimmt «Jazz uf em Strich» dank Sponsoringgeldern ein. Die Rechnung gehe jeweils ziemlich genau auf, so Zemp. Ebenfalls ist es das Ziel, dem Publikum am Vorabend des Bündelitags ein tolles Erlebnis in der schönen Atmosphäre in der Sissacher Begegnungszone zu bieten.
«Jazz uf em Strich», Freitag, 1. Juli, ab 19 Uhr, vor dem «Cheesmeyer», Sissach.