Lisa Zumbrunn
Einmal mehr strömten am vergangenen Sonntag Freundinnen und Freunde eines guten Tropfens an den alljährlichen «Räbesunntig» in Sissach. Die drei Winzerbetriebe Imhof, Wiedmer und Grazioli präsentierten bei warmem Wetter ihre besten Tropfen. ...
Lisa Zumbrunn
Einmal mehr strömten am vergangenen Sonntag Freundinnen und Freunde eines guten Tropfens an den alljährlichen «Räbesunntig» in Sissach. Die drei Winzerbetriebe Imhof, Wiedmer und Grazioli präsentierten bei warmem Wetter ihre besten Tropfen. Neben Degustationen boten die Betriebe eine vielfältige Festwirtschaft. Bereits am Morgen waren immer wieder kleinere Spaziergruppen an den Hügeln Sissachs anzutreffen, die zu Fuss zum «Räbesunntig» wanderten.
Laura Grazioli, Gastgeberin auf dem Hof Unterer Fluhberg, freute sich besonders auf den Event. «Es ist immer wieder ein geselliger Anlass, bei dem wir unsere Weine präsentieren dürfen», meint sie. Sissach und das gesamte Baselbiet hätten sich zu einer Region entwickelt, die viele gute Weine vorzuzeigen habe. Die Qualität der Weine habe sich in den vergangenen Jahren stark verbessert. «Das sind Quantensprünge, die hier passiert sind», sagt sie stolz. Ein besonders schöner Sprung ist Winzer Daniel Wiedmer vom Zelglihof gelungen: Soeben wurde sein Blauburgunder mit dem Etikett «Staatswein» veredelt (siehe «Volksstimme» vom vergangenen Donnerstag).
Der diesjährige «Räbesunntig» soll auch die arbeitsintensive Produktion aufzeigen, die für einen guten Wein nötig ist. Gerade wechselnde Klimabedingungen wie vermehrte Trockenheit stellt die Winzerinnen und Winzer vor neue Herausforderungen. Auch häufig vorkommende Pilzkrankheiten machen den Reben in der Region zu schaffen.
Neue Weine – neue Geschmäcker
Darauf müssen die Rebbäuerinnen und Rebbauern reagieren. Die Familie Grazioli stellt in diesem Jahr zum ersten Mal ihren Wein «Muscaris» vor, der aus einer neuen Rebsorte produziert wurde. Diese sollte besser mit den herrschenden Bedingungen zurechtkommen. Grazioli: «Neue, angepasste Sorten sind der einzige Weg, um weniger Pflanzenschutzmittel verwenden zu müssen.» Gespannt schaut sie nun, ob der neue Wein auch bei der Kundschaft ankommt, denn durch die neuen Rebsorten änderten sich auch die Weine: «Daran müssen sich die Leute zuerst einmal gewöhnen», weiss die Landwirtin.
Das Interesse seitens der genussfreudigen Bevölkerung ist sicherlich vorhanden. Dies zeigten die vielen Besuchenden, die am Sonntag an den Rebhängen anzutreffen waren. Einmal mehr war der gesellige Anlass ein schöner Erfolg.