Gemeinden reagieren auf «mangelhafte» Leistungen der ABS

| Do, 01. Mär. 2018

Die Asylbetreuungsfirma ABS ist von mehreren Seiten unter Beschuss. Nicht nur die Besitzerin der «Station Lampenberg», auch einzelne Gemeinden und ein engagierter ehemaliger Seelsorger stellen dem Unternehmen ein schlechtes Zeugnis aus. Mehr dazu in der «Volksstimme» vom Donnerstag.

In einem Zimmer von gerade mal zwölf Quadratmetern im Asylheim Lampenberg hat die Prattler Betreuungsfirma ABS eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie untergebracht. Die beauftragende Gemeinde Wenslingen wusste nichts davon, bis der pensionierte Pfarrer Fritz Ehrensperger aus Bubendorf  eine Offensive startete und verschiedene Stellen darauf aufmerksam machte. Fast schon skandalös mutet die Summe an, die die Gemeinde allein für den Wohnraum und die Betreuung bezahlte: 2750 Franken. Die Wenslinger Sozial­hilfebehörde setzte nach einem ­Augenschein vor Ort Druck bei der ABS auf und erreichte vor knapp zwei Wochen eine Verlegung der Familie nach Arisdorf. 

Die Geschichte ist nur eine von vielen Beanstandungen, die Ehrensperger gegenüber der ABS zur Sprache bringt. Der Müllberg vor dem Haus, das derzeit geräumt wird, ist ein weiterer Stein des Anstosses. Der ehemalige Seelsorger ist sich sicher: Die ABS kommt ihren Betreuungspflichten nicht nach. Und die Gemeinden müssten das Preis-Leistungsverhältnis besser kontrollieren. Das haben die Gemeinden Rünenberg, Kilchberg und Zeglingen getan und ihren Vertrag mit der ABS gekündet. 

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