Kein Geld an Abbruch des Biozentrums

  31.10.2014 Basel, Parteien, Fusion, Bauprojekte, Politik, Baselbiet

Die Kosten für den Rückbau des alten Biozentrums sind auf acht Millionen Franken veranschlagt. Baselland soll davon maximal vier Millionen Franken übernehmen, den Rest trägt Basel-Stadt. Die landrätliche Finanzkommission, der auch der Gelterkinder FDP-Landrat Michael Herrmann (Bild) angehört, lehnt jedoch die Beteiligung von Baselland mit 7 zu 6 Stimmen ab, wie aus ihrem am Freitag veröffentlichten Bericht hervorgeht. Dass die beiden Kantone die Abbruchkosten hälftig teilen und Basel-Stadt allfällige Mehrkosten etwa wegen einer Altlastsanierung trägt, ist das Ergebnis von anderthalbjährigen Verhandlungen. Für die Finanzkommission ist dies jedoch ein Kompromiss einseitig zu Gunsten des Stadtkantons, weshalb sie die Baselbieter Regierung mit Neuverhandlungen beauftragen will.

Gegen den Neubau für das Departement Biomedizin, den die Universität Basel auf dem Life-Science-Campus Schällemätteli anstelle des alten Biozentrums erstellen will, hat die Kommission nichts einzuwenden. Einstimmig ist das Gremium dafür, dass Baselland wie Basel-Stadt eine Kreditsicherungsgarantie von 106 Millionen Franken für das 212 Millionen Franken teure Vorhaben gewährt. Finanziert werden muss der Neubau durch die Universität Basel. Die Kreditsicherungsgarantien der beiden Trägerkantone soll der Uni zu möglichst guten Finanzierungskonditionen verhelfen. Der Biomedizin-Neubau ist das dritte und letzte Projekt der ersten Etappe des Life-Sciences-Campus auf dem Schällemätteli. Bei den beiden andern Projekten handelt es sich um den 200 Millionen Franken teuren Neubau für das Departement Biosysteme der ETH Zürich sowie um das neue Biozentrum, für das mit Kosten von 328 Millionen Franken gerechnet wird.


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote