Zum Valentinstag Rosen – aber nicht nur
13.02.2026 BaselbietWoher stammen die Blumen, die man aus Liebe schenkt?
Morgen, am 14. Februar, ist Valentinstag. Der Tag, an dem sich Liebende ganz bewusst beschenken. Besonders beliebt als Liebesbekundung sind Blumen. Darf es auch etwas anderes sein als rote Rosen? Wir haben nachgefragt.
...Woher stammen die Blumen, die man aus Liebe schenkt?
Morgen, am 14. Februar, ist Valentinstag. Der Tag, an dem sich Liebende ganz bewusst beschenken. Besonders beliebt als Liebesbekundung sind Blumen. Darf es auch etwas anderes sein als rote Rosen? Wir haben nachgefragt.
Brigitt Buser
In der Schweiz wird der Valentinstag seit rund 70 Jahren gefeiert. Von USamerikanischen Soldaten im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg nach Europa gebracht, geht es um die Wiederaufnahme einer Überlieferung, die ins Rom zur Zeit der Christenverfolgung zurückgeht.
Der Ursprung dürfte beim Heiligen Valentin liegen, vermutlich ein Priester, der im 3. Jahrhundert dafür sorgte, dass römische Soldaten die Ehe nach christlichem Brauch schliessen konnten, was zu jener Zeit jedoch streng verboten war. Zudem schenkte er Liebenden auch Blumen aus dem eigenen Garten.
Es könnte aber auch Valentin von Teni gewesen sein, der im 3. Jahrhundert nach Christus Bischof von Interamna, dem heutigen Terni (It), war und bei schweren Krankheiten wie Epilepsie gerufen wurde. Es ist aber durchaus auch möglich, dass es sich bei beiden Valentins um ein und dieselbe Person handelt.
Jedenfalls gilt Valentin seit der Christianisierung von Rom als Schutzpatron der Liebenden, aber auch der Jugendlichen, Reisenden und Imker. Je nach Region wurde er am 14. Februar mehr oder weniger gefeiert. Bei uns wohl eher weniger, mussten doch die Amerikaner diesen Brauch wieder nach Europa bringen.
Rot wie die Liebe
Typisch ist, dass man sich am Valentinstag Blumen, allen voran rote Rosen, schenkt, stehen sie doch für die Liebe. Während des Winterhalbjahres werden in der Schweiz jedoch keine Rosen produziert. Dafür ist es bei uns schlichtweg zu kalt und zu dunkel – auch in Treibhäusern. Daher kommen sie teilweise aus Treibhäusern im südlichen Italien. Die langstieligen Rosen mit grossen Blüten werden aus Ecuador oder Kolumbien importiert. Die Kurzstieligen mit kleineren Blüten, die in den Blumenabteilungen von Supermärkten auch unter dem Label Max Havelaar erhältlich sind, stammen vorwiegend aus Kenia. Die meisten Importblumen werden in Aalsmeer bei Amsterdam, der weltgrössten Drehscheibe für Schnittblumen und Topfpflanzen, gehandelt.
Bei Treibhausrosen handelt es sich nicht um Rosen, wie wir sie für unsere Gärten kaufen können, sondern um spezielle Sorten von Schnittrosen, die nicht wie unsere Gartenrosen veredelt, sondern durch Stecklinge vermehrt werden. In Steinwolle gepflanzt, treibt man sie mit elektronisch gesteuerter Wasserversorgung und Spezialdünger zur Blüte.
«Aber sind es denn nur Rosen, die am Valentinstag geschenkt werden?», wollte die «Volksstimme» von Betreiberinnen einiger Blumengeschäfte in der Region wissen. Karin Heid, Inhaberin des Blumenladens Pasadena, meint: «Rote Rosen stehen für die Liebe, daher wird auch oft nach solchen gefragt. Aber auch ein Strauss oranger Rosen kommt infrage. Oder Rosen, ergänzt mit anderen Blumen, ebenso Blumen allgemein.» Besonders schön seien die jetzt erhältlichen gefüllten Ranunkeln, die gefüllten Rosenblüten ähneln. Mit einer Liebesbotschaft seien diese genau so aussagekräftig wie Rosen. Oder man greife ganz zu Frühlingsblumen. Da in Europa produziert, zum grössten Teil in Holland, sei dies zudem aus ökologischer Sicht besser vertretbar.
Liselotte Zumbrunnen vom «Bluemehus Cinderella» in Gelterkinden sieht vor allem bei jungen Leuten eine Trendwende. Am Valentinstag werde verschenkt, was das Angebot hergibt. Gerne auch eine Topf-Orchidee, wenn man weiss, dass man seiner Herzallerliebsten damit eine besondere Freude bereitet.
Heute werden in der Schweiz für den Valentinstag um die 80 Millionen Franken für Blumen ausgegeben. Nun könnte man denken, das Schenken von Blumen an Valentin habe einen rein kommerziellen Ursprung. Trotz der Kritik an der Kommerzialisierung bietet dieser Tag für viele Paare die Gelegenheit, zu zeigen, dass man sich liebt. Ein schöner Strauss, ob aus Rosen oder anderen Blumen, und das bewusste Verbringen von Zeit miteinander sagt mehr als tausend Worte.

