Zürich, Zunzgen – und natürlich Trump
24.02.2026 Fasnacht, GelterkindenSchnitzelbankabend überzeugt mit lokalen und internationalen Versen
Am Sonntagabend waren in Gelterkinden die «Bänkler» unterwegs, um im Marabu und in anderen Lokalen der Zuhörerschaft humorvoll aktuelle Vorkommnisse mit überraschender Pointe mitzuteilen. Von ...
Schnitzelbankabend überzeugt mit lokalen und internationalen Versen
Am Sonntagabend waren in Gelterkinden die «Bänkler» unterwegs, um im Marabu und in anderen Lokalen der Zuhörerschaft humorvoll aktuelle Vorkommnisse mit überraschender Pointe mitzuteilen. Von den Baaders über Shaqiri bis Trump war alles dabei.
Bluemestruss
In den vergangenen Monaten waren die Schnitzelbank-Formationen aus der Region auf der Suche nach Fehlleistungen von «Obrigkeiten» aus Politik, Wirtschaft, Sport und Medien – wie auch aus dem gemeinen Volk im In- und Ausland. Nach Datenerhebung und Verarbeitung in verständliche Bänke war es in Gelterkinden am Fasnachtssonntag so weit, und das Zusammengetragene wurde im Marabu, in Restaurants und Kellern dem Publikum kundgetan.
D’Landstryycher haben mit einem ihrer Bänke nicht nur die Zürcher, sondern – wie könnte es anders sein – auch das zweite Z kontrolliert: Zunzgen. Ihre Verse:
Dr Walti seit zu siner Frau,
wäg so Idiotä
Sin d‘Laubblöser in Züri bald verbottä
Dä ganzi Lärm isch s beschte,
wos doch git
Denn ghört mä nämmlig
das Zürcher Gschnuur scho nid.
Si hän so Pflänzli gfundä
Dört in Zunzge undä
Mei mei
Mit dämm wirdsch high
D‘Schuggerei, die macht die Halle leer
Drbi isch d Quintessänz vo derä
Gschicht nid schwer
D’Zunzger haltisch doch nur us,
begriffsch, wenn täglich kiffsch.
Scherä, Stei, paar Bier nahm sich der Situation im «Strichcode» an:
Ä Wandergruppe isch am Chlättärä über Stock und Stei
Und will das richtig gföhrlich isch,
möche sis nid elei
Am Ziel acho und ganz verschwitzt,
hei si ä anderi Gruppe troffä
Und die frogä: Sit dir au in Sissach
dürä Strichcode gloffä?
Auch d’Gwundernase aus Gelterkinden ist fündig geworden und sinnierte über eine Eliminierung von Sissach und Donald Trump auf besondere Art:
Me hetts im Wallis gseh,
wie schnäll das es cha go, es git e Bärgstturz und
scho isch es Dorf nümm do, Mir hei eus au scho gfrogt,
öb das emänt würd länge, wenn me ächt d Sissacher Flueh
mol würd spränge?
Z Zunzge duet me druf plädiere: «nid no zerscht evakuiere!»
Wenn’s nach eus goht, söll dr Trump,
dä armi Maa wenn’s denn si muess, halt das Grön-
land ruehig ha. Mit der Uflag, dass er sich dörthi verpisst und en hoffentlich scho bald e Ysbär
frisst.
Doch dr Bär, dä weer verlore, dr Trump, dä het die grösser Schnoore!
Bevor sie weiterzogen, dankten sie Gisela Meyer einmal mehr mit «emene Liedli» für die 31 Jahre, in denen sie unermüdlich Fasnachtsplaketten an das Volk gebracht hat. Der Blumenstrauss ging im Alters- und Pflegeheim vergessen, meinte sie.
Dr Pfyffechopf nahm unter anderem die zu lang andauernden Gemeindeversammlungen in Gelterkinden unter die Lupe und erklärte den Anwesenden im Marabu darüber hinaus den Grund für die vermeintlich zu hohen Bauprofile im Garten von FCB-Star Xherdan Shaqiri:
Baader, Baader, Baader,
Baader, Baader, und e Baader, Baader, Baader, none Baader,
s chunnt es ganzes Gschwader.
Das isch keis Protokoll vo Yytritt
in dr Baadi hinde. Dasch d Rednerlischte an dr letschte
Gmeini z Gälterchinde.
D Shaqiri-Villa z Ryfälde entsprächi
jetz dr Norm.
S Problem syg vorhär d Hööchi gsi,
jetz syg sy knapp konform. Er häig es Ghüüs im Garte plant und
d Hööchi dääwääg gwehlt, ass är bi sym Penaltytraining
s Gool denn nümm verfehlt.
Zu guter Letzt noch eine Aufdeckung der Bänklischliffer:
Vill Promis düe zum Schlanke
d’Abnehmsprützi neh. Leider würkt sie nid nur guet,
beiträchtiged s’Gseh. Ob’s das würkli wärt isch,
stellt sich für eus d’Froog. Wohrschinli gseh si eifach nümm
d’Zahle uf dr Woog.
Und zum Abschluss des Abends lief die Guggenmusik Burn-Out Rugger aus Rünenberg ein und riss mit ihrem Auftritt die Zuschauer von den Stühlen.





