Vor gefühlt 15 Jahren wünschte sich Sissach einen Steuerrabatt von 4 Prozent, befristet auf 3 Jahre. Und weils so schön war, verlängerte der Gemeinderat die Reduktion auf unbestimmte Zeit. Und dann ist es passiert – unsere überdachte Kunsteisbahn entwickelte ...
Vor gefühlt 15 Jahren wünschte sich Sissach einen Steuerrabatt von 4 Prozent, befristet auf 3 Jahre. Und weils so schön war, verlängerte der Gemeinderat die Reduktion auf unbestimmte Zeit. Und dann ist es passiert – unsere überdachte Kunsteisbahn entwickelte sich zum finanziellen Desaster und die über Jahre eingesparten Steuergelder plus die nahtlos hinausgezogenen Struktur-Erhaltungen an Strassen, Turnhallen und so weiter erwiesen sich als Boomerang. Genau diejenigen, die am lautesten nach Eishockey, Kunstrasen und anderen Partikularinteressen geschrien haben, sind nun auch für ein sogenanntes strukturelles Defizit der Gemeinde Sissach mitverantwortlich. Eine logische Folge wäre hier die Aussage eines alten Gemeindepräsidenten im Oberbaselbiet: «Mir bruuchen e Batze!»
Neue Frauen braucht das Land. Mit Tea Virolainen und Sabine Bucher stellen sich gleich zwei Frauen für den Gemeinderat zur Verfügung, die durch ihren beruflichen Rucksack bestens geeignet sind. Sie können die Probleme, die auf Sissach zukommen werden, mit der nötigen Fachkom- petenz und vor allem Zuversicht in die Hand nehmen. Die nächsten zehn Jahre werden sehr fordernd. Stichworte sind hier Tunnelsanierung, Einfluss auf unser Dorf, Quartierpläne, Bahnhofstrasse, Zentrumsgemeinde, drei Steuerprozent für die «Kunsti» – jedes Jahr. Deshalb empfehle ich, Tea Virolainen und Sabine Bucher auf den Wahlzettel zu schreiben.
Steffi Zemp, alt Landrat SP, Sissach