Wettkampf um königliche Titel
27.01.2026 BaselbietPreistrommeln und -pfeifen lockt erfreulich viele junge Teilnehmende an
Jeweils kurz vor Beginn der offiziellen Fasnacht messen sich die jungen und die bereits routinierten Trommler und Pfeifer in einem Wettkampf. Dieses Mal standen insgesamt 150 Teilnehmende auf der Bühne in ...
Preistrommeln und -pfeifen lockt erfreulich viele junge Teilnehmende an
Jeweils kurz vor Beginn der offiziellen Fasnacht messen sich die jungen und die bereits routinierten Trommler und Pfeifer in einem Wettkampf. Dieses Mal standen insgesamt 150 Teilnehmende auf der Bühne in Frenkendorf.
Sander van Riemsdijk
Wenn sich die fünfte Jahreszeit ankündigt und der Fasnachtspuls steigt, findet das Regionale Preistrommeln und -pfeifen für Jung und Alt in verschiedenen Kategorien statt. Am vergangenen Samstag war es im Saal «zum Wilden Mann» in Frenkendorf zum 48. Mal so weit.
Insgesamt standen während fast zwölf Stunden rund 150 Personen auf der grossen Bühne. Sie rangen um den Titel der Regionalen Tambouren- und Pfeiferkönigin beziehungsweise des -königs.
«Diese Anzahl Teilnehmender ist ziemlich konstant geblieben», erklärte OK-Mitglied Marco Wüthrich. «Erfreulich für die Zukunft ist, dass in den beiden Binggis-Kategorien fast 40 Kinder, also die jüngsten Teilnehmenden ab Jahrgang 2017, auf der Bühne standen.»
Organisiert von einem sechsköpfigen Komitee, das sich aus Mitgliedern der teilnehmenden Vereine – Cliquen aus dem Baselbiet, aus Möhlin sowie aus Mümliswil-Ramiswil – zusammensetzt, und aufgeteilt in sieben Kategorien, trugen die Tambouren und Pfeifer ihre Musikstücke vor. Während bei den Tambouren Technik, Rhythmus und allfällige Schwankungen in den einzelnen Teilen eine grosse Rolle spielen, werden bei den Pfeifern Ausdruck, Musikalität, Tonreinheit sowie Atem- und Blastechnik beurteilt.
Die Binggis, für die keine unteres Alterslimit gilt, müssen vier Verse, die Jungen acht Verse des gewählten Marsches vortragen. Selbstverständlich auch sie im Kostüm. Keine leichte Aufgabe für die Kinder, vor vier strengen Juroren aus Basel-Stadt, Baselland und Solothurn auf der Bühne zu stehen und ihr Stück rhythmisch sauber und korrekt darzubieten. Die ausgewählten Märsche müssen bei den Erwachsenen – teils über 60-jährig – vollständig vorgetragen werden. Wichtig ist, während des Vortrags die Nervosität zu bändigen und sich nur auf den Vortrag zu konzentrieren.
«Es hat Spass gemacht»
Das fand auch der neunjährige Leo, der erst vor gut einem halben Jahr mit dem Trommeln begonnen hat: «Zuerst habe ich mich gefreut, dann war ich aber schon etwas nervös. Trotzdem hat es Spass gemacht.» Auch der 13-jährige Eric, der bereits seit fünf Jahren «fasnächtlet», war vor seinem Auftritt angespannt. Dennoch konnte er dem Wettkampf viel Positives abgewinnen: «Ich finde es einfach cool, sich an einem solchen Wettkampf mit anderen zu messen.» Als Dank und Anerkennung für ihren Einsatz erhielten alle Teilnehmenden der Binggis- und Jungenkategorien einen Preis vom Gabentisch.
Auch wenn am «Regionalen» jeder klassierte Marsch gespielt werden kann, sind vor allem neuere Märsche zu hören. «Natürlich fehlen bei den Tambouren und Pfeifern aber auch alte Klassiker nicht», so OK-Mitglied Wüthrich. Mit Genugtuung stellt er fest, dass sich «das Trommeln und Pfeifen qualitativ positiv weiterentwickelt hat – sowohl bei den Erwachsenen als auch beim Nachwuchs». Und er ergänzt: «Es bewegt sich durchaus am Puls der Zeit.» Die Kategorie Binggis verzeichnete im Vergleich zu anderen Jahren sogar einen leichten Anstieg der Teilnehmenden.
Die Oberbaselbieter überzeugten am Anlass erneut. Raphael Pfister (Rotstab Liestal) gewann in der Kategorie Tambouren Erwachsene. Ebenfalls Top-Platzierungen erreichten Lisette Senn (4./Pfeifer Erwachsene), die «Zaubergoofe» der Wurlitzer Zunzgen (2./Tambouren Gruppe Erwachsene), Die «irre Dülpf» (3./ Pfeifer Gruppe Erwachsene und 1./ Gemischte Gruppe).
Die Rangliste ist zu finden auf: regionales-liestal.jimdofree.com


