Wer soll auf Isaac Reber folgen?
05.03.2026 BaselbietHeute Abend nominieren die Grünen ihre Kandidaten
Heute Abend bestimmen die Grünen in Liestal, wer den Regierungsratssitz von Isaac Reber verteidigen soll. Abgestimmt wird in bis zu drei Wahlgängen. Wer das Mehr holt, tritt am 14. Juni für die Grünen an. In den ...
Heute Abend nominieren die Grünen ihre Kandidaten
Heute Abend bestimmen die Grünen in Liestal, wer den Regierungsratssitz von Isaac Reber verteidigen soll. Abgestimmt wird in bis zu drei Wahlgängen. Wer das Mehr holt, tritt am 14. Juni für die Grünen an. In den ersten beiden Runden können sich alle Parteimitglieder zur Wahl stellen.
Melanie Frei
Der Vorstand der Grünen Baselland hat entschieden, der Mitgliederversammlung von heute Abend drei Kandidierende zu empfehlen. Die Basis entscheidet in Liestal, wer für die Grünen bei der Regierungsratsersatzwahl vom 14. Juni antritt. Dies als Reaktion auf den Rücktritt von Regierungsrat Isaac Reber per Ende September (die «Volksstimme» berichtete).
Die Kandidierenden sind Andrea Sulzer (1971, Waldenburg), Gemeindepräsidentin in Waldenburg und Leiterin der Abteilung Bildung, Freizeit und Kultur in Pratteln, Philipp Schoch (1973, Pratteln), Gemeinderat und Pflegeleiter des Notfallzentrums im Kantonsspital Baselland sowie Stephan Ackermann (1973, Pratteln), Fraktionspräsident der Grüne/EVP im Landrat und Berufsbildner.
Grünen-Präsident Michael Durrer erläutert auf Anfrage das Abstimmungsverfahren von heute Abend: Gewählt wird in geheimer Wahl, wobei auch eine Online-Teilnahme möglich ist. Letztere ist nicht öffentlich, aber zur Sicherstellung und Gewährleistung, dass ausschliesslich Parteimitglieder eine Stimme abgeben können, nicht komplett anonym, sondern von Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle einsehbar.
«Im ersten und zweiten Wahlgang gilt das absolute Mehr. Sollte auch der zweite Wahlgang keine Entscheidung bringen, reicht im dritten Wahlgang das einfache Mehr», erklärt Durrer. In den ersten beiden Runden sind sämtliche Parteimitglieder wählbar. Erst im dritten Wahlgang werden keine neuen Kandidaturen mehr zugelassen und nur Personen, die bereits Stimmen erhalten haben, sind wählbar.
Entscheid sei «Wertschätzung»
Der Vorstand verzichtet ausdrücklich auf eine Empfehlung zugunsten einer Person. Durrer erklärt: «Alle drei vorgeschlagenen Personen erfüllen die Anforderungen für eine Regierungsratskandidatur. Sie haben politische Erfahrung auf kantonaler Ebene oder in einem Exekutivamt, eine integrative Persönlichkeit, einen gewissen Bekanntheitsgrad, gute kommunikative Fähigkeiten und sind über die Parteigrenzen hinaus wählbar.» Der Verzicht auf eine Empfehlung sei keine Zurückhaltung, so Durrer: «Es ist Anerkennung und Wertschätzung der drei starken Bewerbungen.» Er verweist zudem darauf, dass Mehrfachtickets keine Seltenheit seien: «Zweier- oder Dreiertickets gab es zuletzt auch bei der FDP und SVP.»
Die Grünen betonen in ihrem Schreiben vom Dienstagabend an die Medien, dass die Mitsprache der Basis ein zentraler Parteiwert sei. «Unsere Mitglieder entscheiden, wer für uns kandidiert», sagt Durrer. «Gemeinsam mit unserer starken Basis werden wir die Weichen für einen engagierten, geschlossenen und überzeugenden Wahlkampf stellen.» Dabei müssen sie sich wohl gegen eine geschlossene bürgerliche Allianz aus «Mitte», FDP und SVP wehren.




