Wemme do am Fänschter stoot gseet me mängs, wo do so goot uf em Dorfplatz unde nach de zähni znacht
S Vroni wartet uf sy Neue by der Haltstell näb em Leue s het sy Miniröckli aa und früschi Löckli gmacht
D Männerriigi fyyrt im Leue ...
Wemme do am Fänschter stoot gseet me mängs, wo do so goot uf em Dorfplatz unde nach de zähni znacht
S Vroni wartet uf sy Neue by der Haltstell näb em Leue s het sy Miniröckli aa und früschi Löckli gmacht
D Männerriigi fyyrt im Leue und sii singen und holeije und der Schang putzt s Schyssihüüsli mit em Schluuch
Zrings am Tannebäumli hange
Chugelen und Liechterschlange und s Vroni uf de höchen Absätz stoot sich d Bei in Buuch
Vo der Schützestube vorne ghört me fromm Posuune horne
«Öffnet alle Eure Herzen gross und klein»
Im Quartett in blaue Gwändli spiilt eim d Heilsarmee e Ständli
«Heiland, Heiland lass den Sonnenschein herein»
Und ufzmol fots afo schneie schweri, nassi Flocke gheie villicht gits doch non e wyssi Wiehnecht hüür
Und wo d Glogge halbi bimmle feu sii Tschingel Bells a singe und der Schangeli vermacht vom Schyssihüüsli d Tüür
S git voruss jetz Bier us Hümpe und sii rauche Rösslistümpe schwarze Tubak, Malz und Hopfe
Gott erhalts
S Vroni tripplet in der Chüehli in de dünne, hööche Schüeli und vor s Schyssihüüsli streut der Schangi no paar Hampfle Salz
S chunnt der Zwänzgvorölfi-Bus nur dä Neui stygt nit us s Vroni het sich ganz vergääbets d Hoor schön gmacht
Wyssi Flöckli uf de Löckli stögglet s hei im Miniröckli rund um d Tanne singe d Manne
Stille, heilge Nacht
Jo, me gseet mängs, wo do so goot wemme do am Fänschter stoot in däm chleine, chleinen
Universum
Und wird s eim nach me Zytli z dumm und isch s eim nümme drum no macht me s Stuubefänschter eifach wiider zue
Florian Schneider wurde 1959 geboren und stammt aus Reigoldswil. Er ist Sänger, Schauspieler und Liederschreiber und lebt mit Tochter Mina in Eptingen.