Kürzung an Sekundarschulen aufgehoben
vs. Die Zweitklässler an den Baselbieter Sekundarschulen können aufatmen: Sie dürfen ab dem Schuljahr 2026/27 weiterhin zwei Wahlpflichtfächer besuchen. Der Bildungsrat hat die entsprechende Anpassung der ...
Kürzung an Sekundarschulen aufgehoben
vs. Die Zweitklässler an den Baselbieter Sekundarschulen können aufatmen: Sie dürfen ab dem Schuljahr 2026/27 weiterhin zwei Wahlpflichtfächer besuchen. Der Bildungsrat hat die entsprechende Anpassung der Stundentafel beschlossen. Das teilt die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion in einer Mitteilung von gestern Donnerstag mit.
Eigentlich hatte der Kanton im Rahmen von Sparmassnahmen vorgesehen, das Wahlpflichtangebot in der 2. Sekundarklasse von vier auf zwei Lektionen zu halbieren. Schülerinnen und Schüler hätten damit nur noch ein Fach aus dem Angebot wählen können – statt wie bisher zwei Fächer aus Bereichen wie «Technisches Gestalten», «Textiles Gestalten», «Mint», «Bildnerisches Gestalten», «Musik» oder «Lingua» mit Italienisch beziehungsweise Latein.
Dagegen regte sich Widerstand. SP-Landrat Jan Kirchmayr reichte zusammen mit 18 Ratsmitgliedern einen Budgetantrag ein, der die Rücknahme der Kürzung forderte. Der Landrat stimmte dem Antrag am 11. Dezember 2025 zu.
Die Korrektur kostet den Kanton jährlich 1,7 Millionen Franken. Dafür wird das Lektionendeputat für die 1. bis 3. Sekundarklassen von 41,5 auf 42 1/6 Lektionen angehoben.
Im Leistungszug P, der progymnasialen Abteilung, gilt die Vorgabe, dass Schülerinnen und Schüler eines ihrer beiden Wahlpflichtfächer zwingend aus dem Bereich «Mint» oder «Lingua» wählen müssen. Wer sich für «Lingua» entscheidet, belegt Latein oder Italienisch als zusätzliche Fremdsprache. Das zweite Wahlpflichtfach können die Jugendlichen frei aus dem übrigen Angebot wählen.
Die übrigen Anpassungen der Stundentafel vom Juni 2025 – etwa bei Hauswirtschaft und Beruflicher Orientierung – bleiben bestehen. Die neue Stundentafel tritt am 1. August dieses Jahres in Kraft.