Trump würde Ja stimmen – und Sie?
Neulich in Davos: Der US-Präsident sondert innert zweier Stunden mehr Lügen ab als andere Menschen in einem halben Leben. Die digitalen Plattformen, Fernsehsender und die Medienunternehmen seiner superreichen ...
Trump würde Ja stimmen – und Sie?
Neulich in Davos: Der US-Präsident sondert innert zweier Stunden mehr Lügen ab als andere Menschen in einem halben Leben. Die digitalen Plattformen, Fernsehsender und die Medienunternehmen seiner superreichen Freunde verbreiten das alles ungefiltert und weltweit. Analyse, Richtigstellung und Einordnung bieten einzig die seriösen Medien und die öffentlich-rechtlichen Kanäle. Kein Wunder also, dass alle autoritär veranlagten Figuren vom Schlage Trumps unabhängige und öffentlichrechtliche Medien bekämpfen und verunglimpfen.
Genau das tun auch die politischen Freunde und Freundinnen von Trump und Co. in der Schweiz. Sie wollen die SRG einschüchtern und beschneiden, mitten in einer nationalen Medienkrise. Fast monatlich lesen wir von Stellenabbau in den Redaktionen der seriösen Presse, zuletzt wieder beim «Tages-Anzeiger». Das Internet wird überschwemmt mit KI-generierten Lügen und Hassreden. Derweil finanzieren Hintermänner die Umwandlung einst renommierter Publikationen wie der «Weltwoche» in Propagandablätter für den Kriegsverbrecher Putin. Milliardär Christoph Blocher seinerseits hat zwei Dutzend Regionalzeitungen gekauft.
Das alles bedroht den informierten, respektvollen politischen Dialog als Grundlage unserer Demokratie. Bei der SRG noch mehr zu sparen, würde uns deshalb teuer zu stehen kommen. Eine starke Schweizer Demokratie braucht eine starke, regional verankerte SRG. Deshalb Nein zur SRG-Abbauinitiative am 8. März.
Rico Kessler, Sissach