Spannender Sonntag
20.02.2026 Baselbiet, Politik, GemeindenOberbaselbiet | Überblick über die bevorstehenden Gemeinderatswahlen
In drei grossen Oberbaselbieter Dörfern finden am 8. März Gemeinderatswahlen statt. Während sich in Sissach eine Frauenmehrheit im Gemeinderat abzeichnet, wollen die ...
Oberbaselbiet | Überblick über die bevorstehenden Gemeinderatswahlen
In drei grossen Oberbaselbieter Dörfern finden am 8. März Gemeinderatswahlen statt. Während sich in Sissach eine Frauenmehrheit im Gemeinderat abzeichnet, wollen die Bürgerlichen in Gelterkinden die Mehrheit erlangen.
Janis Erne
Sie sind beide Mitglied des Landrats, haben für den Regierungsrat kandidiert – und machen nun dasselbe auf kommunaler Ebene: Sabine Bucher (GLP) und Thomas Noack (SP) wollen in ihrem Wohnort in den Gemeinderat. Für beide wäre es eine Rückkehr in die Gemeindepolitik: Noack war in Bubendorf bereits Gemeinderat, Bucher in Läufelfingen.
Die Ausgangslagen sind jedoch unterschiedlich: Stand Mittwochnachmittag ist Noack in Bubendorf der einzige Kandidat, wie eine Anfrage der «Volksstimme» bei der Gemeinde zeigt. Bucher hingegen hat in Sissach, wo zwei Sitze besetzt werden müssen, Konkurrenz durch Tea Virolainen (Stechpalme) und Sonja Gerber (SVP). Die Ausgangslage im Bezirkshauptort ist offen und schwer einzuschätzen. Alle drei Kandidatinnen haben intakte Wahlchancen. Der Sissacher Gemeinderat dürfte erstmals eine Frauenmehrheit erhalten.
Mit Gelterkinden findet in einer dritten grossen Gemeinde des Oberbaselbiets eine Gemeinderatswahl statt. Um den im Sommer frei werdenden Sitz duellieren sich die in Gelterkinden aufgewachsene Sandra Grossmann (EVP) und der vor knapp 20 Jahren zugezogene Hans Wieser (Bürgerlicher Zusammenschluss). Beide verorten sich politisch in der Mitte, wie sie kürzlich an einer Podiumsdiskussion sagten. Hinsichtlich des 11-Millionen-Schulprojekts «Campus Loggia» gehen ihre Ansichten jedoch auseinander: Grossmann befürwortet das Projekt, Wieser lehnt es in der vorliegenden Form ab. Die Bürgerlichen streben mit ihm die Mehrheit im siebenköpfigen Gemeinderat an (die «Volksstimme» berichtete).
Interesse ist gross
Gewählt wird auch in mittelgrossen und kleineren Dörfern, etwa in Oberdorf und Ramlinsburg, wo sich jeweils drei Personen um ein Mandat bewerben. In Oberdorf kandidieren Reto Schäfer, Brigitte Theiler und Monika Weinmann, in Ramlinsburg stehen Dominik Heid, Alessandro Soricelli und Lee Studer zur Wahl. Es stellt sich die Frage, ob jemand das absolute Mehr erreicht oder ob eine Nachwahl mit relativem Mehr nötig wird.
Zwei Kandidaten für zwei Sitze gibt es in Ziefen (André Breitenstein und Domenico Mozzillo Frei) und Lampenberg (Luise Werlen und Alex Gysin). Jeweils ein Gemeinderatssitz ist zu besetzen in (Kandidatur: Mirjam Hachen), Diepflingen (Johann Hofer), Eptingen (Joerg Grieder und Vivian Klaiber), Känerkinden (keine Kandidatur), Nusshof (Nadia Allemann), Tecknau (keine Kandidatur) und Titterten (keine Kandidatur).
Wie Leserinnen und Lesern der Leserbriefe in der «Volksstimme» aufgefallen sein dürfte, findet im Kreis 14 (Anwil, Buus, Gelterkinden, Hemmiken, Kilchberg, Maisprach, Oltingen, Ormalingen, Rickenbach, Rothenfluh, Rünenberg, Tecknau, Wenslingen und Zeglingen) die Wahl einer Friedensrichterin oder eines Friedensrichters statt. Für das Amt bewerben sich gleich drei Personen: Noémi Marbot (SP, Gelterkinden, Anwältin, 1984), Marianne Wirz-Gysin (parteilos, Gelterkinden, Naturheilpraktikerin, 1952) und Raoul Wyss (SVP, Anwil, Elektroinstallateur, 1974).
Die Angaben gelten jeweils für den Stand von Mittwochnachmittag.
