Zwei von drei Führungspersonen treten zurück
je. Durchaus überraschend hat die Baselbieter SP am Dienstagabend bekannt gegeben, dass Präsident Nils Jocher sein Amt nach knapp zwei Jahren abgeben wird. Gegenüber der «Basler Zeitung» ...
Zwei von drei Führungspersonen treten zurück
je. Durchaus überraschend hat die Baselbieter SP am Dienstagabend bekannt gegeben, dass Präsident Nils Jocher sein Amt nach knapp zwei Jahren abgeben wird. Gegenüber der «Basler Zeitung» nannte der Frenkendörfer berufliche Gründe. Sein Lebensmittelpunkt verlagere sich «zunehmend nach Bern». Jocher arbeitet bei den SBB und unterstützt dort den Leiter Güterverkehr. Eine spätere Rückkehr in die Politik schliesst er jedoch nicht aus
– mit 29 Jahren bleibt dafür noch reichlich Zeit.
Gleichzeitig mit Jochers Rücktritt gab die SP bekannt, dass auch Sandra Strüby-Schaub aus Buckten die Parteispitze verlassen wird. Die Co-Vizepräsidentin wird ihr Amt wie Jocher an der Delegiertenversammlung am 21. März niederlegen, um sich auf ihre neue Rolle im Landrat konzentrieren zu können. Sie wird diesen Sommer voraussichtlich zur ersten Vizepräsidentin des Baselbieter Parlaments und ein Jahr später zur Landratspräsidentin gewählt. Strüby-Schaub möchte ihrer Nachfolgerin oder ihrem Nachfolger genügend Zeit geben, um sich im Parteipräsidium einzufinden.
Im Präsidium der zweitgrössten Partei des Kantons wird voraussichtlich die Lauserin Tania Cucè verbleiben. Ob sie von der Co-Vizepräsidentin zur Präsidentin aufsteigt und wer weitere Führungsverantwortung übernehmen wird, bleibt abzuwarten. In den vergangenen Jahren hat die SP dabei überwiegend auf junge Leute gesetzt.
Der Zeitpunkt für die Stabübergabe ist nicht ohne Risiko. 2027 steht im Baselbiet ein bedeutendes Wahljahr an: Landrat und Regierungsrat werden neu gewählt, ebenso die Vertreterinnen und Vertreter für National- und Ständerat. Die SP beabsichtigt, bei allen vier Wahlen Kandidierende zu stellen. Das erfordert eine sorgfältige Vorbereitung und ausreichende Ressourcen für die Wahlkämpfe. Viel Eingewöhnungszeit wird dem neuen Präsidium also nicht bleiben.