Morgen heulen die Sirenen
03.02.2026 BaselbietWas hinter dem jährlichen Sirenentest steckt
cam. Morgen Nachmittag findet n er ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt. Was viele nicht wissen: Hinter diesem kurzen Signal steckt ein aufwendiges System. Die «Volksstimme» hat bei der Baselbieter ...
Was hinter dem jährlichen Sirenentest steckt
cam. Morgen Nachmittag findet n er ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt. Was viele nicht wissen: Hinter diesem kurzen Signal steckt ein aufwendiges System. Die «Volksstimme» hat bei der Baselbieter Sicherheitsdirektion nachgefragt.
Einmal im Jahr testet die Schweiz die Sirenen. Morgen Mittwoch wird um 13.30 Uhr der «Allgemeine Alarm» ausgelöst, ein eine Minute langer, auf- und absteigender Heulton, gefolgt von einer Wiederholung. Doch wer steuert die Sirenen? Wer wartet sie? Und was passiert, wenn eine ausfällt?
«Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) gibt vor, wie der Sirenentest durchgeführt wird», erklärt Andreas Schiermeyer, Kommunikationsleiter der Sicherheitsdirektion. Das Bundesamt plant und koordiniert den Test. Die Kantone setzen ihn um. Im Baselbiet ist dafür das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz zuständig.
Die rund 150 stationären Sirenen im ganzen Kanton gehören dem Bund. Er ist auch für Unterhalt und Betriebsbereitschaft verantwortlich. Die praktische Arbeit – Kontrollen und Wartung – übernehmen jedoch die Gemeinden.
Nicht alle Gebiete werden vom Schall der stationären Sirenen erreicht. Für solche Fälle hat die Zivilschutzorganisation Routen festgelegt, auf denen mobile Sirenen zum Einsatz kommen. Schiermeyer empfiehlt aber allen, die Alarmierungs-App Alertswiss zu installieren. Auf diesem Kanal wird morgen eine Testmeldung verschickt.
Wenn eine Sirene streikt
Was passiert, wenn eine Sirene nicht funktioniert? «In den vergangenen fünf Jahren war das jeweils bei einer von 150 Sirenen der Fall», sagt Schiermeyer. Dann beauftragt der Bund den Hersteller oder eine Technikfirma mit der Reparatur. Diese erfolgt innerhalb weniger Tage. Anschliessend wird die Sirene nochmals geprüft.
Da die Sirenen dem Babs gehören, ist dieser auch für die Kosten der Wartung zuständig. Der Kanton führt diese im Auftrag des Bunds aus und erhält dafür eine Abgeltung von pauschal 600 Franken pro Sirene. Das heisst, die Kosten für die 150 Sirenen belaufen sich auf 90 000 Franken.
Dieses Jahr wird die Handauslösung im Kanton Baselland überprüft, die alle drei Jahre durchgeführt wird. Im Ernstfall, wenn die Sirenenfernsteuerung ausfällt, wird die Feuerwehr aufgeboten. Sie aktiviert die Sirenen direkt vor Ort. Nach dem Sirenentest um halb zwei wird deshalb um 13.45 Uhr erneut der Allgemeine Alarm sowie nach drei bis fünf Minuten eine Wiederholung ertönen.
