MEINE WELT - My Vatter isch halt stärker as dyne!
06.02.2026 PersönlichWas macht ein Schnitzelbänkler, wenn die Realität die Satire rechts überholt? Wobei rechts hier eigentlich rein verkehrstechnisch gemeint ist, aber wenn ich‘s mir recht überlege …
Ist doch wahr: Seit dieser «Lappi» in den ...
Was macht ein Schnitzelbänkler, wenn die Realität die Satire rechts überholt? Wobei rechts hier eigentlich rein verkehrstechnisch gemeint ist, aber wenn ich‘s mir recht überlege …
Ist doch wahr: Seit dieser «Lappi» in den «Verunreinigten» Staaten wieder wirkt und dabei jeglichen Anstand vermissen lässt, von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen stolpert, heute dieses rauslässt und morgen schon wieder dementiert, fragst du dich schon, wie hier Satire noch möglich sein soll. «Typische Stilmittel der Satire sind die Übertreibung als Überhöhung oder die Untertreibung als bewusste Bagatellisierung bis ins Lächerliche oder Absurde.» So weit Wikipedia. Ja, was soll man da noch übertreiben? Schon nur der Habakuk, den der Donald (nicht der Duck) in Davos rausgelassen hat, ist doch die reinste Kabarettnummer.
Ein bisschen europäische Geschichte, aufbereitet nach seinem Gusto: Die Schweiz gäbe es gar nicht, wenn seine USA nicht ... Da fragt man sich nicht mehr: «Wäär hets erfunde?» Das ist offensichtlich. Nur nicht für ihn.
Und die ganze Szene mit «that woman», wo er in übelster Weise über unsere Bundesrätin herzieht. Wie der Elefant im Porzellanladen. Da ist weit und breit nichts von Diplomatie. Unanständig ist da nur der Vorname. «Eis ufs Muul» hätte das früher gegeben. Minuten später dann grinst er ihr wieder ins Gesicht und erklärt seiner Entourage, man solle sich ein Beispiel an dieser «tough woman» nehmen. «Schjonitzumsäge»!
Vor ein paar Jahren hat ihn einer unserer Verse in den Sandkasten gesetzt, wo er niemanden reinlassen wollte und «täubbelet», so im Sinne von: «My Vatter isch halt stärker as dyne!» Wenn man sich sowas vor Augen führt! Und all das geschieht auf höchster politischer Ebene.
«Jä nu». Er wird auch dieses Jahr ein Fasnachtssujet sein. Vielleicht geht‘s ja irgendwie mit der obengenannten Untertreibung und Bagatellisierung.
Unsere Sujetliste, die wir «hüür» schon haben (!), ist ellenlang. Wir werden wieder mal aufpassen müssen, dass wir nicht zu viele Bänke «brünzeln». Für Gelterkinden ist die Gefahr zwar nicht allzu gross, seit wir eine überschaubare Zahl bespielbarer Lokale haben. Aber in Liestal kommen wir nicht durch, wenn’s mehr als zwölf Verse sind. Ebenso beim «Tralala» am Mittwochabend. Dieses Jahr sind wir häufiger und weitläufiger unterwegs als je. Da müssen wir schauen, dass wir nicht zu lokal werden bei den Themen.
Einen «Special» soll‘s auch wieder geben dieses Jahr. Dabei schreiben wir einen bekannten Song um, der auf irgendeine Art aktuell ist. Manchmal ist es einer von einem im vergangenen Jahr verstorbenen Künstler. Da müsste uns nächstens Mal etwas in den Sinn kommen.
Aber es geht ja noch zwei gute Wochen. Der fasnächtliche Musenkuss ist noch
«allewyyl» gekommen. Das wird auch dieses Jahr der Fall sein.
«E schöni Fasnecht allersyts!»
Kuri Wirz, Gelterkinder von Geburt und aus Passion

