Zweites Bevölkerungspanel in Sissach zieht rund 60 Interessierte an
Eine Busverbindung ins Fricktal, Velowege zwischen den Tälern oder mehr Verwaltungszusammenarbeit unter den Gemeinden: Gegen 100 Ideen für das regionale Entwicklungskonzept sprudelten am jüngsten ...
Zweites Bevölkerungspanel in Sissach zieht rund 60 Interessierte an
Eine Busverbindung ins Fricktal, Velowege zwischen den Tälern oder mehr Verwaltungszusammenarbeit unter den Gemeinden: Gegen 100 Ideen für das regionale Entwicklungskonzept sprudelten am jüngsten Bevölkerungspanel von vergangener Woche.
Paul Aenishänslin
Rund 60 Personen aus unterschiedlichen Bevölkerungskreisen fanden sich am vergangenen Donnerstagabend in der Bützenenhalle in Sissach ein. Sie waren gekommen, um an der weiteren Erarbeitung des regionalen Entwicklungskonzepts des Vereins Region Oberbaselbiet (ROB) mitzuwirken. Zu Beginn informierte das Projektteam über die vier zu behandelnden Themenbereiche: Siedlung, Verkehr, Regional- und Sozialökonomie sowie Landschaft und Freiraum.
Zur Erinnerung: Beim ersten Bevölkerungspanel Ende März waren von den damals rund 90 Teilnehmenden zwei Themen besonders häufig genannt worden: die angespannte Verkehrssituation auf der Strecke Sissach – Gelterkinden – Ormalingen mit Staus am Morgen und Abend sowie die Frage, wie die Lebensqualität im Oberbaselbiet verbessert werden könnte, etwa durch ein attraktiveres Dorfleben oder die Wiedereröffnung von Dorfläden und Restaurants (die «Volksstimme» berichtete).
Engagierte Diskussionen
Am zweiten Bevölkerungspanel sprachen die Teilnehmenden in Gruppen über die Themenbereiche Siedlung und Verkehr. Die Gespräche waren engagiert und führten zu mehr als 40 konkreten Vorschlägen, die per Mentimeter – also in Form von Kurznachrichten – an das Projektteam übermittelt wurden. Drei dieser Rückmeldungen seien hier exemplarisch genannt: die Einrichtung einer ÖV-Verbindung ins Fricktal (von Wegenstetten nach Stein/Frick), die Verbesserung der Verkehrssituation im Ergolztal sowie der Ausbau von Velowegen und Busverbindungen zwischen den Tälern.
Wandern und baden
Nach einer Pause mit Verpflegungsmöglichkeiten folgte ein weiterer Input des Projektteams zu den Themenbereichen Regional- und Sozialökonomie sowie Landschaft und Freiraum. Auch dazu gab es eine halbstündige Gruppenarbeitsphase an den Tischen. Insgesamt wurden dabei 51 neue Vorschläge erarbeitet. Sie betrafen ein breites Spektrum an Aspekten innerhalb der beiden Themenfelder.
Zu den Vorschlägen zählten etwa die Förderung des Badens in den Gewässern des Oberbaselbiets, ein weiterer Ausbau der Verwaltungszusammenarbeit unter den 22 ROB-Gemeinden sowie die Lenkung von Besucherströmen, um das Wandern zu erleichtern und unerwünschtes Wildparkieren zu verhindern. Zudem wurde angeregt, die bereits geleisteten Vorarbeiten für den gescheiterten «Naturpark Baselbiet» zu nutzen, da sie für das regionale Entwicklungskonzept wertvolle Ansätze enthalten könnten.
Wie geht es nun weiter? Das Projektteam ist gefordert, das Zielbild für das Oberbaselbiet zu konkretisieren – unter Einbezug der zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung und den Gemeinden. In einem nächsten Schritt wird danach ein Raumkonzept ausgearbeitet, das erste konkrete Massnahmen enthalten soll.
Am 11. September folgt der dritte Workshop mit Gemeindevertretern und am 17. September das dritte Bevölkerungspanel. Damit dürfte das Regionale Entwicklungskonzept bis im Frühjahr 2026 vollständig vorliegen.