Erfolgsgeschichte der Wirtschaftsmittelschule
In einer Kaskade von Vorstössen (Interpellation, Postulate, Motion) bekämpft Landrat Marc Scherrer seit Sommer 2023 hartnäckig die weiterführenden Schulen WMS und FMS. Er unterstellt den ...
Erfolgsgeschichte der Wirtschaftsmittelschule
In einer Kaskade von Vorstössen (Interpellation, Postulate, Motion) bekämpft Landrat Marc Scherrer seit Sommer 2023 hartnäckig die weiterführenden Schulen WMS und FMS. Er unterstellt den Schülerinnen und Schülern des Progymnasiums und des Typus E der Sekundarschulen im Alter von 14 und 15 Jahren generell, sie würden die Wahl der Berufsausbildung «aus schulischen Komfortüberlegungen» treffen. Noch schlimmer die Behauptung: «Bequemlichkeit statt Berufsmotivation als Hauptgrund für die WMS-Wahl.»
Geradezu peinlich ist in der Region Nordwestschweiz der Vorwurf, «weniger als ein Drittel der WMS-Abgängerinnen und -abgänger» planten künftig im Kanton Baselland zu arbeiten. Da- bei ist just die WMS – vielseitig und anspruchsvoll – die Berufsmaturitätsschule mit den meisten Anschlussmöglichkeiten. Das beweisen die prominenten AbsolventInnen: Seit 1975 haben Ständerätin Maya Graf, Nationalrätin Daniela Schneeberger, der Basler Ex-Regierungsrat Christoph Brutschin, Ex-Landrätin Pia Fankhauser, Landrat Karl-Heinz Zeller, der Uhrenfabrikant Christopher Bitterli, die Gastronomen Raphael und Lukas Wyniger, die Autorinnen Barbara Saladin und Regula Wenger sowie die Fussballer Adrian Knup und Attila Sahin das Handelsdiplom erworben.
Unzählige Kaufleute, Banker, Treuhänder, Journalisten, Lehrerinnen und Lehrer, Pflegefachleute und Touristiker wären aufzuzählen. Dem Landrat ist daher am Donnerstag dringend abzuraten, Zulassungsbeschränkungen zur WMS zu erlassen. Die Attraktivität dieser Schule soll dem Baselbiet erhalten bleiben.
Werner Strüby, Reinach