Bruderholz beliefert Spital in Liestal
vs. Das Kantonsspital Baselland (KSBL) hat am Standort Bruderholz eine neue Küche in Betrieb genommen. Seit dieser Woche werden dort die Mahlzeiten für Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende und Besuchende der Standorte ...
Bruderholz beliefert Spital in Liestal
vs. Das Kantonsspital Baselland (KSBL) hat am Standort Bruderholz eine neue Küche in Betrieb genommen. Seit dieser Woche werden dort die Mahlzeiten für Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende und Besuchende der Standorte Bruderholz und Liestal zentral produziert, teilte das KSBL vorgestern mit. In Liestal wird künftig nicht mehr gekocht, sondern die angelieferten Speisen werden dort nur noch fertig aufbereitet, ergänzt und verteilt.
Mit der neuen Produktionsküche ersetzt das KSBL die bisherige Kücheninfrastruktur, die nach mehr als 50 Jahren Betriebsdauer das Ende ihres Lebenszyklus erreicht habe. Nach einer Analyse entschied sich das Spital für eine zentrale Lösung am Standort Bruderholz in Kombination mit dem sogenannten Cook-and-Chill-Verfahren. Dabei werden die Speisen frisch zubereitet, rasch gekühlt, portioniert und transportiert. Erst kurz vor dem Servieren werden sie schonend aufbereitet.
Die Zentralküche versorgt täglich rund 900 Patientinnen und Patienten, etwa 1200 Mitarbeitende sowie weitere Abnehmer wie eine Kindertagesstätte und die Spitex. Zusätzlich produziert das Küchenteam jährlich mehrere Hundert Catering-Mahlzeiten. Insgesamt arbeiten rund 140 Mitarbeitende in der Gastronomie des KSBL an beiden Standorten.
In Liestal verbleibt künftig nur noch eine kleinere Küche. Dort werden die vom Bruderholz gelieferten Speisen aufbereitet, mit frisch gekochten Komponenten ergänzt und für die Verteilung auf die Stationen und ins Restaurant vorbereitet. Die bestehende Küche in Liestal wird dafür verkleinert und teilweise saniert. Der eigentliche Kochprozess findet jedoch nicht mehr vor Ort statt, sondern ausschliesslich in der neuen Zentralküche auf dem Bruderholz.
Das KSBL begründet den Schritt mit Effizienz- und Qualitätsüberlegungen. Das Cook-and-Chill-System ermögliche eine flexiblere Produktionsplanung bei gleichbleibender Qualität und verbessere zugleich die Arbeitsbedingungen in der Küche. «Die neue Zentralküche ist für uns ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Wir können unsere Mahlzeiten jetzt noch effizienter und schonender zubereiten – und dabei die hohe Qualität beibehalten», sagt Hansjörg Werdenberg, Leiter Gastronomie des KSBL.
Die neue Grossküche umfasst unter anderem eine Hauptküche, eine kalte Küche, eine Patisserie, ein Warenlager sowie Bereiche für Küchenhygiene. Die Räumlichkeiten wurden neu gestaltet, mit optimiertem Lichtkonzept, kürzeren Wegen und klar getrennten reinen und unreinen Zonen. Laut KSBL entspricht die technische Ausstattung dem neuesten Stand und soll die täglichen Abläufe vereinfachen.