Am 8. März stimmen wir über die Individualbesteuerung ab. Es darf doch nicht sein, dass eine bestehende Ungerechtigkeit mit der Heiratsstrafe durch eine noch grössere Ungerechtigkeit mit der Familienstrafe ersetzt wird! Paare mit ungleichem Einkommen – zum Beispiel wegen ...
Am 8. März stimmen wir über die Individualbesteuerung ab. Es darf doch nicht sein, dass eine bestehende Ungerechtigkeit mit der Heiratsstrafe durch eine noch grössere Ungerechtigkeit mit der Familienstrafe ersetzt wird! Paare mit ungleichem Einkommen – zum Beispiel wegen der Kinderbetreuung – würden mit diesem neuen Modell der Besteuerung massiv bestraft. Im Gegenzug bevorteilt die Vorlage Paare mit gutem Verdienst und ähnlich hohem Pensum.
Noch immer ist die Schweiz eines der europäischen Schlusslichter in der Unterstützung von Familien mit ausserschulischem Betreuungsbedarf. In der Schweiz arbeiten die meisten Väter von minderjährigen Kindern Vollzeit und die Mütter Teilzeit, da die externe Kinderbetreuung im heutigen Modell für den Mittelstand kaum bezahlbar ist. Zudem würde die Verwaltung wegen 1,7 Millionen zusätzlichen Steuererklärungen um hunderte neue Stellen weiter aufgebläht.
Die von der «Mitte» und der EVP eingereichte Eidgenössische Volksinitiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehe- paare – Diskriminierung der Ehe endlich abschaffen!» steht zur Abstimmung bereit und beseitigt die Heiratsstrafe ohne neue Ungerechtigkeit. Deshalb am 8. März zur Individualbesteuerung ein entschiedenes Nein.
Hans Eglin, Sissach