Fragen zum Projekt
Zum Artikel «Im Demenzdorf gibt es keine verschlossenen Türen» in der «Volksstimme» vom 27. Februar, Seite 3
«Im Demenzdorf gibt es keine verschlossenen Türen», heisst es in diesem Artikel. Ich ...
Fragen zum Projekt
Zum Artikel «Im Demenzdorf gibt es keine verschlossenen Türen» in der «Volksstimme» vom 27. Februar, Seite 3
«Im Demenzdorf gibt es keine verschlossenen Türen», heisst es in diesem Artikel. Ich frage mich: Ist die Gesellschaft zurück im Mittelalter, als geistig behinderte und Seuchenbefallene ausgegrenzt wurden – weg von der Zivilisation? Das darf nicht wahr sein. Demenzkranke gehören zusammen mit nicht von dieser Krankheit betroffenen Menschen, wie es in Altersheimen und anderen Institutionen üblich ist. Die Trägerschaft Daheim AG des geplanten Demenzdorfs ist privatrechtlich geführt. Wer bezahlt die Kosten für den Aufenthalt im Demenzdorf? Die Krankenkassen, die Gemeinde, der Kanton oder nur die Personen, die es sich leisten können?
Der Standort ist der schlechteste, den ich mir vorstellen kann. Das Bild, vermutlich mit einer Drohne mit Kamera aufgenommen, vermittelt den Eindruck, das Gebiet sei leicht steigend, dabei geht es vom Bahnhof bis zur «Daheim AG» nur steil aufwärts. Die Bewohner der «Daheim AG» können mit dem Rollator nicht einmal ebenerdig um das Haus fahren. Möchten Sie einmal in so einem Demenzdorf wohnen? Meine Kritik bezieht sich nur auf das Projekt Demenzdorf. Das Personal im «Daheim AG» ist kompetent, pflichtbewusst, aufmerksam und sehr freundlich, was den Nachteil des Standorts vermindert.
Alfred Wendelspiess, Gelterkinden