Vollsanierung oder doch verkaufen?
Der Ziefner Bürgerrat unterbreitet dem Souverän drei Varianten, wie mit dem ehemaligen Restaurant Rössli, das umgebaut werden sollte, weiter verfahren werden soll. Diese reichen vom Verkauf bis zur ganzen oder teilweisen Sanierung.
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Vollsanierung oder doch verkaufen?
Der Ziefner Bürgerrat unterbreitet dem Souverän drei Varianten, wie mit dem ehemaligen Restaurant Rössli, das umgebaut werden sollte, weiter verfahren werden soll. Diese reichen vom Verkauf bis zur ganzen oder teilweisen Sanierung.
Willi Wenger
Die Diskussion um die Sanierung des ehemaligen Restaurants Rössli in Ziefen geht in die nächste Runde. Am 11. März wird der Bürgerrat die Bürgerinnen und Bürger darüber informieren, welche Varianten nach seiner Auffassung noch möglich sind. Thematisiert werden an der Bürgergemeindeversammlung einerseits ein Verkauf der Liegenschaft, andererseits die Sanierung der Infrastruktur mit vorerst «nur» den drei geplanten Wohnungen sowie ein Rückkommen auf den im vergangenen Jahr zuerst bewilligten und dann an der Urne abgelehnten Nachtragskredit, mit dem die Sanierungs- und Umbauarbeiten doch noch wie vorgesehen realisiert werden könnten.
Bürgerrat Martin Hug wagte gestern im Gespräch mit der «Volksstimme» keine Prognose über den Ausgang der Abstimmungen an der kommenden Bürgergemeindeversammlung. Er hielt zum Thema lediglich fest, dass sich der Bürgerrat seit dem Nein an der Urne Ende Oktober 2024 intensiv mit dem «Rössli» auseinandergesetzt habe.
Verkauf wäre «schmerzhaft»
«Wir werden am 11. März sachlich darlegen und aufzeigen, welche Möglichkeiten nach Auffassung des Bürgerrats bestehen.» Die drei Varianten, welche zur Diskussion stehen werden, seien mit Bau- und Finanzfachleuten ausgearbeitet worden. «Zugrunde liegen dem Ganzen auch Unternehmerofferten.» In Bezug auf einen möglichen Verkauf sagt Hug, dass dieser für die Bürgergemeinde «schmerzhaft» ausfallen würde. «Im jetzigen Zustand der Baute würden wir mehrere hunderttausend Franken verlieren.» Zum teilweisen Ausbau mit «nur» den drei Wohnungen und einem Zurückstellen des Bürgersaals sowie der ebenfalls geplanten Gewerbeund Archivräume kommentiert Hug, der Kommunikationsverantwortliche der Bürgergemeinde, dass die Mittel dafür durch den 2,75-Millionen-Kredit gedeckt seien, welchen die «Gmäini» vor bald vier Jahren bewilligt habe. Die dritte Variante sei ein Rückkommen auf den 650 000-Franken-Nachtragskredit des vergangenen Jahres.
Der Bürgerrat wird die Versammlung am 11. März abwarten. Sollten sich die Bürgerinnen und Bürger dann «durchringen», den Nachtragskredit doch noch bewilligen und das Referendum nicht ein zweites Mal ergreifen, könnte mit den notwendigen Bauarbeiten zur Vollendung des Gesamtprojekts zeitnah begonnen werden.