Carol Zumbrunnen strebt Präsidium an
23.06.2026 Bezirk Sissach, Politik, SissachDas Rennen um die Nachfolge von Peter Buser ist lanciert – Sabine Bucher wartet ab
Der Sissacher Gemeindepräsident Peter Buser tritt Ende Jahr ab. Carol Zumbrunnen möchte dessen Nachfolge antreten, die frisch gewählte Sabine Bucher behält sich die Option offen. Zunächst gilt es ...
Das Rennen um die Nachfolge von Peter Buser ist lanciert – Sabine Bucher wartet ab
Der Sissacher Gemeindepräsident Peter Buser tritt Ende Jahr ab. Carol Zumbrunnen möchte dessen Nachfolge antreten, die frisch gewählte Sabine Bucher behält sich die Option offen. Zunächst gilt es aber, den freien Sitz im Gemeinderat zu besetzen.
Christian Horisberger
«Ich trete an.» Wenn es gilt, die Nachfolge des Ende Jahr abtretenden Sissacher Gemeindepräsidenten Peter Buser (Stechpalme) zu bestimmen, wird Vizepräsidentin Carol Zumbrunnen (FDP) kandidieren. Gegenüber der «Volksstimme» bestätigt sie eine entsprechende Meldung der «bz». Die designierte Gemeinderätin Sabine Bucher (glp) schliesst eine Kandidatur zurzeit «sicher nicht aus».
Kein Thema ist das Präsidium für Tea Virolainen (Stechpalme), die wie Bucher im Frühling gewählt wurde und das Amt erst am 1. Juli antreten wird. Auch David Foggetta (SP) winkt ab: «Aus beruflichen und privaten Gründen sehe ich derzeit keine Möglichkeit, für das Amt des Gemeindepräsidenten zu kandidieren.» Die freisinnigen Ratsmitglieder Svenja Pichler und Dieter Stebler werden ihren Parteikolleginnen bei der Präsidiumswahl keine Konkurrenz machen, «da wir mit Carol Zumbrunnen eine sehr gute Kandidatin haben», wie Stebler festhält.
Für Zumbrunnen hat Parteipolitik im Gemeinderat allerdings eine untergeordnete Bedeutung: «Wir machen Sachpolitik.» Es sei klar, dass sie als FDP-Mitglied eine bürgerliche Haltung habe, doch sei das Präsidium eine Personenwahl. Als Gründe für ihre Kandidatur nennt Zumbrunnen den Wunsch, die Zukunft ihres «wunderbaren Dorfs» aktiv mitzugestalten. Mit den steigenden Gesundheits- und Sozialkosten und der noch anstehenden Investition ins Schulhaus fehle es Sissach nicht an Herausforderungen. Auch wichtig sei für sie die Zusammenarbeit der Zentrumsgemeinde mit den umliegenden Dörfern, ebenso das Zusammenleben der Dorfbevölkerung.
Mit ihrer Sozialkompetenz, Ausdauer sowie Offenheit für neue Ideen und Veränderungen möchte Zumbrunnen das Dorf weiterbringen und dabei das Gewerbe nicht vergessen. Da sie in einem Gewerbebetrieb aufgewachsen sei, liege ihr der regelmässige Austausch mit dem lokalen Gewerbe am Herzen: «Unsere KMU tragen wesentlich zur Attraktivität von Sissach bei.» Die 47-jährige Kauffrau und zweifache Mutter ist mit einem Teilzeitpensum im Getränkehandel ihrer Familie in Liestal tätig.
Bevor Zumbrunnen 2022 bei einer Ersatzwahl in den Sissacher Gemeinderat eingezogen ist, hatte sie während sechs Jahren den Schulrat präsidiert. Das Vizepräsidium im Gemeinderat hat sie bereits seit dem Jahr ihrer Wahl inne.
Entscheid nach Einarbeitung
Für Sabine Bucher wäre das Gemeindepräsidium etwas, das sie könne und gerne mache, wie sie sagt: Vor ihrem Umzug nach Sissach war die 47-jährige Gemeindepräsidentin von Läufelfingen. Bevor sie sich für oder gegen eine Kandidatur entscheide, wolle sie sich im Gemeinderat einarbeiten, den Verwaltungsbetrieb kennenlernen und sehen, wie die Zusammenarbeit im Gremium, besonders auch mit Carol Zumbrunnen, funktioniert. Erst danach und wenn auch die Ersatzwahl für Peter Buser erfolgt ist, werde sie sich festlegen. Für sie stünden nicht ihre persönlichen Ambitionen im Vordergrund, sondern die beste Lösung für die Gemeinde Sissach und deren Bevölkerung.
Die Ersatzwahl für den frei werdenden Sitz im Gemeinderat ist gemäss Präsident Buser auf den 27. September angesetzt worden, wobei die Möglichkeit der stillen Wahl bestehe. Eingabeschluss für Kandidaturen ist am 27. Juli. Die Präsidiumswahl findet voraussichtlich am 29. November statt. Hier ist die stille Wahl ausgeschlossen.
