Am Montag vergangener Woche traute das Volk seinem Ohr nicht. Da wurde im Schweizer Radio auf das «offene Singen» mit Akkordeon-Ariane Rufino dos Santos hingewiesen, das gleichentags im Sissacher «Cheesmeyer» auf dem Programm stand. Wer davon ...
Am Montag vergangener Woche traute das Volk seinem Ohr nicht. Da wurde im Schweizer Radio auf das «offene Singen» mit Akkordeon-Ariane Rufino dos Santos hingewiesen, das gleichentags im Sissacher «Cheesmeyer» auf dem Programm stand. Wer davon ausging, dass das Lokal spätestens nach den Jubiläumsfeierlichkeiten zum Inbegriff der nationalen Kulturszene aufgestiegen ist, wurde bitter enttäuscht. Die Moderatorin liess sich von der Schreibweise verwirren und sprach den Käse nicht artig mundartig «Chees» aus, sondern weltfrauisch englisch («tschyys»). Der Versprecher wäre verzeihlich, wenn er nicht ausgerechnet der einsamen Basler Stimme im Moderationsteam aus dem Mund geflutscht wäre: Sandra Schiess.
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Der Sissacher Gemeindeverwaltung ist beim Erstellen der Unterlagen für die Ersatzwahl in den Gemeinderat vom 8. März ein Fehler unterlaufen. Der Nachname der finnischstämmigen Kandidatin der Stechpalme wurde falsch geschrieben. Anstatt «Tea Virolainen» heisst es da «Tea Viroleinen». Anstatt auf die Gemeinde loszugehen und eine Korrektur zu verlangen, hat die Grafikerin auf «Instagram» ein kurzes Video gepostet, auf dem sie eine Eselsbrücke zur korrekten Schreibweise ihres Nachnamens baut: V wie Volksstimme, I wie Isleten, R wie Reusli, O wie Oberi Fabrik, L wie Lindbi, A wie – Kunstpause – Abstimmungsunterlagen, I wie Iichaufszentrum, N wie Nüünichlingler, E wie Ergolz und N wie «(S isch) Niene so schön wie in Sissech». Zur Ehrerrettung der Verantwortlichen ist zweierlei anzumerken. 1. Bei vier eidgenössischen, fünf kantonalen und noch dazu der kommunalen Vorlage kann es schon einmal passieren, dass einem der Kopf zu rauchen beginnt. 2. ist es ihnen gelungen, aus der Tea nicht eine Thea zu machen.