Auch Mieterinnen und Mieter profi tieren
Oft höre ich: «Solar ist gut – aber ich wohne ja zur Miete.» Das stimmt nur halb. Wenn auf Mehrfamilienhäusern Solarstrom produziert wird, kann er direkt im Haus genutzt und fair weitergegeben werden. ...
Auch Mieterinnen und Mieter profi tieren
Oft höre ich: «Solar ist gut – aber ich wohne ja zur Miete.» Das stimmt nur halb. Wenn auf Mehrfamilienhäusern Solarstrom produziert wird, kann er direkt im Haus genutzt und fair weitergegeben werden. Genau das stärkt die Initiative indirekt: Sie beschleunigt den Ausbau dort, wo viele Menschen wohnen – und nicht nur bei Einfamilienhäusern.
Mit den neuen Möglichkeiten wie dem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch und künftig lokalen Elektrizitätsgemeinschaften wird lokal produzierter Strom immer besser im Quartier genutzt. Davon profitieren Mieterinnen und Mieter über günstigeren, lokaleren Strom und Vermietende über bessere Planbarkeit.
Wir sind als Schweiz stark von Energieimporten abhängig – das ist teuer und macht verletzlich. Mit mehr Solarstrom aus der Region stärken wir unsere Unabhängigkeit und schaffen eine stabile, langfristig planbare Energieversorgung. Das Entscheidende: Das Potenzial liegt nicht irgendwo draussen in der Landschaft, sondern auf bereits gebauten Flächen – auf Dächern und grossen Anlagen.
Die Solarinitiative ist Klimaschutz, Versorgungssicherheit, mehr regionale Wertschöpfung, ein Schritt zu einer lokalen Stromwirtschaft, von der alle etwas haben – auch ohne eigenes Dach.
Donat Oberson, Böckten