Nicht Ideologie, sondern Verantwortung
Zum Artikel «Politik befasst sich wieder mit Klimaschule» in der «Volksstimme» vom 6. Februar, Seite 6
Im Artikel wird mehrfach von «Gefahren» der Energiewende gesprochen – von ...
Nicht Ideologie, sondern Verantwortung
Zum Artikel «Politik befasst sich wieder mit Klimaschule» in der «Volksstimme» vom 6. Februar, Seite 6
Im Artikel wird mehrfach von «Gefahren» der Energiewende gesprochen – von Energiemangel, wirtschaftlichem Abstieg und «enormem Verzicht». Diese Bedrohungsszenarien sind jedoch nicht wissenschaftlich belegt. Was belegt ist: Untätigkeit beim Klimaschutz wird uns sehr teuer zu stehen kommen. Befremdlich wirkt die Formulierung von einer «Ballung von Fürsprechern aus dem rot-grünen Lager sowie einschlägigen NGOs». Solche Formulierungen schüren Misstrauen, ohne Inhalte zu widerlegen. Das ist keine sachliche Kritik, sondern politische Polemik.
Heute sind die Folgen des Klimawandels für uns noch aushaltbar. Für unsere Kinder wird es jedoch schwierig, wenn sich die Erwärmung im gleichen Tempo fortsetzt. Sie werden mit den Folgen leben müssen, wenn heute aus Angst vor Veränderung dringend notwendige Klimaschutzmassnahmen blockiert werden – lange nachdem viele der heutigen Entscheidungsträger nicht mehr da sind. Die Klimaschule vermittelt Wissen, nicht Parteipolitik. Wenn Fakten als Ideologie abgestempelt werden, verlieren nicht «die Linken» oder «die Grünen», sondern unsere Kinder. Und das ist die eigentliche Gefahr.
Katharina Gunzenhauser, Sissach