Schulraumplanung Gelterkinden
06.01.2026 BRIEFEWeiterhin in Abbruchobjekt investieren?
Zum Leserbrief «Keine weiteren Schulden für einen Luxusbau» in der «Volksstimme» vom 30. Dezember, Seite 10
Kurz vor Weihnachten hat ein Komitee das Referendum gegen den Projektierungskredit ...
Weiterhin in Abbruchobjekt investieren?
Zum Leserbrief «Keine weiteren Schulden für einen Luxusbau» in der «Volksstimme» vom 30. Dezember, Seite 10
Kurz vor Weihnachten hat ein Komitee das Referendum gegen den Projektierungskredit für ein neues Primarschulhaus mit Gruppenräumen anstelle des Pavillons Ost im Umfang von 1,02 Millionen Franken ergriffen. Vor 10 Jahren ist der Abbruch dieses Gebäudes beschlossen worden, weshalb kaum noch etwas investiert wurde. Es darf also mit Fug und Recht von einem Abbruchobjekt gesprochen werden. Im Leserbrief werde ich direkt vom Präsidenten des Komitees, Pascal Catin, angesprochen. Ich erlaube mir deshalb, als federführender Gemeinderat hier Stellung zu beziehen.
Pascal Catin wirft mir vor, ich spräche «plötzlich von steigenden Schülerzahlen», so, als hätte ich bisher das Gegenteil vertreten. Die Prognose, wie sich die Schülerzahl entwickelt, ist schwierig. Diese schwanken laufend. Die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre hat aber gezeigt, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler zugenommen hat. Aufgrund der anhaltenden Bautätigkeit (z.B. im Eifeld mit bis zu 100 Wohnungen) geht der Gemeinderat davon aus, dass die Zahl mittelfristig weiter ansteigen wird. Da ein Schulhaus nicht innerhalb eines Jahres gebaut ist, ist mit langen Vorlaufzeiten zu rechnen.
Das vorliegende Projekt wurde 2019 gestartet und soll 2028/29 abgeschlossen werden. Das vom Gemeinderat vorgelegte Projekt wurde kostenbewusst aufgrund der weniger stark wachsenden Zahl der Schüler von 10 auf 8 Zimmer reduziert. Es handelt sich um einen Holzbau mit nicht tragenden Innenwänden, was eine flexible Raumeinteilung ermöglicht. Zudem weist es zwei Erweiterungsoptionen bis zu 15 Zimmer auf. Es handelt sich also um ein flexibles und modulares Bauprojekt, das auch den kommenden Generationen zugutekommt.
Für den Neubau ist mit 10,833 Millionen Franken zu rechnen. Ein Wort zur Verschuldung: Im Finanzplan 2018, nach dem Bau des Hallenbads und des neuen Schulhauses sowie der Renovation der «Kopfstandturnhalle», sind Schulden in der Höhe von 31,134 Millionen Franken ausgewiesen worden. Aktuell sind es 32,046 Millionen Franken.
Martin Rüegg, Gemeinderat Gelterkinden
