Wichtig und richtig
Die «Steuer Liga» hätte sich steuersystematisch eine andere, praktikablere Lösung gewünscht. Ideal wären tiefere Steuersätze und weniger Abzüge. Genau diese Möglichkeit hatten Regie- rungsrat ...
Wichtig und richtig
Die «Steuer Liga» hätte sich steuersystematisch eine andere, praktikablere Lösung gewünscht. Ideal wären tiefere Steuersätze und weniger Abzüge. Genau diese Möglichkeit hatten Regie- rungsrat und Landrat, als sie das Geschäft beraten haben – genutzt wurde sie nicht.
Die Prämienabzugsinitiative verlangt nun, dass die vollständig bezahlten Krankenkassenprämien vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können. Dass der Übergang von einem überteuerten Steuersystem zu einem wettbewerbsfähigen Modell zu kurzfristigen Einnahmeausfällen führt, ist normal. Dass man dieser Realität jedoch mit einer wirkungslosen Bastellösung als Gegenvorschlag ausweicht, ist das eigentliche Problem. Seit Jahrzehnten werden Steuersenkungen und eine Abflachung der Progression versprochen. Trotz zahlreicher Vorstösse kam bisher kein ernsthafter Vorschlag auf den Tisch. Nun liegt erstmals eine Vorlage vor, die das angestrebte Ziel tatsächlich erreicht.
Personen, die keine direkten Steuern bezahlen, profitieren davon nicht – sie sind aber auch nicht vom Problem betroffen. Für alle anderen ist die Initiative ein sinnvoller Schritt: Sinkende Steuerlast erhöht die Kaufkraft, Familien werden durch die Kinderprämien überproportional entlastet, und bei sehr hohen Einkommen fällt der Abzug im Verhältnis deutlich geringer aus. Die Vorlage ist damit auch sozial ausgewogen. Wer sich heute von hoher Steuer- und Prämienbelastung im Stich gelassen fühlt, wird bei einer Annahme zumindest bei der Steuerrechnung spürbar entlastet.
Stimmen Sie deshalb am 8. März Ja zur Prämienabzugsinitiative und Nein zum Gegenvorschlag.
Stefan Degen, Präsident «Steuer Liga», Gelterkinden