Eselweg
31.05.2023 GesellschaftAbsurde Idee
Replik auf den Artikel «Kanton muss nachbessern» in der «Volkstimme» vom Dienstag, 23. Mai, Seite 3
Ja, das darf man laut und ohne schlechtes Gewissen über unser Tiefbauamt und Landschaftsplaner-Team wohl sagen. Es scheint so, ...
Absurde Idee
Replik auf den Artikel «Kanton muss nachbessern» in der «Volkstimme» vom Dienstag, 23. Mai, Seite 3
Ja, das darf man laut und ohne schlechtes Gewissen über unser Tiefbauamt und Landschaftsplaner-Team wohl sagen. Es scheint so, als ob eine Gruppe unfähiger Mitarbeiter des Planungspersonals nicht mehr weiss, was noch als sinnvolles und nötiges Bauprojekt erstellt und gebaut werden soll.
Wenn ich in der Dienstagsausgabe der «Volksstimme» über die Versäumnisse und nochmalige wochenlange Sperrung des legendären Eselwegs Richtung Rünenberg lese, frage ich mich, aber auch ein Grossteil der Bevölkerung, wie ein solcher Fehler nur passieren konnte und erst noch in der heutigen Zeit. Dieses fahrlässige Versäumnis des Planungsund Tiefbauamts nach monatelanger Sperrung ist mehr als unzulässig zu werten. Was für eine absurde Idee, zwei neue Tunnels unter den Eselweg zu bauen, als Durchlass für Marder, Wiesel, Igel und Käfer und sonstige Kleinlebewesen, damit die kleinen Tiere ohne Schaden zu nehmen die Strasse unterqueren können – Kostenpunkt über 75 000 Franken. Wenn solche Leute im Glauben leben, Kleintiere würden bei solchen Neubauten problemlos Hunderte von Metern Umwege in Kauf nehmen, um nicht überfahren zu werden, der lebt wirklich in einer anderen Welt.
Ein kleines Bespiel: Ein ähnlicher unglaublicher Fehler wurde vor circa drei Jahren auf der Strecke Richtung Eptingen gemacht, nördlich der Holzbaufirma Speiser AG. Dort wurde ein froschgerechter Tunnel gebaut (eine Besichtigung lohnt sich allemal), Kostenpunkt circa 250 000 Franken. Nur passierte bis heute mit grösster Sicherheit noch kein einziger Frosch das teure Bauwerk, aber das zuständige Amt hat wenigstens den Auftrag des Tierschutzes ausgeführt. Und wenn wir schon beim Kritisieren des genannten Tiefbauamts sind, darf man auch die nahezu einjährige Totalsperrung der Bölchen-Passstrasse erwähnen. Es grenzt wirklich nahezu an reine Schikane, die ganze Passstrecke wegen 5 Metern ausgebrochener Trockenmauer zu sperren. Dies mag ja für einzelne Anwohner eine gewisse Beruhigung bringen, aber leider für viele Fahrzeuglenker einen grossen Umweg bedeuten. Solch massive Fehlentscheidungen und gewollte künstliche Schikanierereien kann sich wirklich nur ein kantonales Amt leisten.
Paul Eschbach, Diegten