In neuem Kleid das Bewährte fortsetzen
17.03.2023 Bauprojekte, Gelterkinden, Kultur, Gesellschaft, Bezirk SissachDas Marabu steht vor seiner Neueröffnung – am Wochenende gehts los
An den Tagen der offenen Türe wird das Marabu in Gelterkinden neu eröffnet. Die Vorfreude bei den Verantwortlichen ist gross: Nach einer langwierigen Projektphase und einer gelungenen Sanierung ist das Kulturlokal ...
Das Marabu steht vor seiner Neueröffnung – am Wochenende gehts los
An den Tagen der offenen Türe wird das Marabu in Gelterkinden neu eröffnet. Die Vorfreude bei den Verantwortlichen ist gross: Nach einer langwierigen Projektphase und einer gelungenen Sanierung ist das Kulturlokal bereit für die Zukunft.
Severin Furter
Nach rund 40 Sitzungen und 2000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit der Baukommission sowie einjähriger Bauzeit ist es vollbracht. Das Kulturzentrum Marabu in Gelterkinden ist komplett saniert und öffnet am Wochenende seine Türen erstmals für die Bevölkerung (siehe Kasten). Die Freude über das neue Marabu ist gross: «Ich freue mich riesig auf die künftigen Anlässe, die wir hier durchführen werden», sagte Stephan Simmendinger gestern an einer Medienkonferenz im Vorfeld der Neueröffnung.
Der Präsident des Vereins Kultur Marabu, der für den Betrieb des Lokals verantwortlich ist, zeigte sich sichtlich euphorisch: «Künftig müssen wir vor einem Anlass nicht zuerst Stunden zuvor einen Heizkörper anwerfen, damit der Aufenthalt für die Gäste einigermassen angenehm wird.»
Simmendinger sprach damit nicht zuletzt die neue Haustechnik an. Während das Gebäude aus den 1950er-Jahren vor der Sanierung schlecht durchlüftet war, nicht richtig geheizt werden konnte und schlecht isoliert war, ist es nun nach modernsten Standards saniert. «Viele Neuerungen sind für die Gäste auf den ersten Blick gar nicht sichtbar», sagte denn auch Henri Rigo, Präsident der Baukommission. So wurde das Gebäude komplett energetisch saniert und die gesamte Infrastruktur erneuert. Es wurden neue Lager- und Stauräume geschaffen und auch das Dach – wenn auch zuerst nicht vorgesehen – wurde komplett saniert und gar mit einer Photovoltaikanlage versehen. Insgesamt belaufen sich die Sanierungskosten auf rund 3,8 Millionen Franken.
49 goldene Sterne
Sofort ins Auge fällt im Gegensatz zur Haustechnik das neue Foyer im Marabu. Dieses wurde vergrössert, mit einer grossen Bar versehen und soll zum Treffpunkt für die Gäste vor und nach den Veranstaltungen im grossen Saal werden. Der Boden im Foyer erscheint zudem in edlem Rot und ist mit 49 goldenen Sternen versehen. Jeder Stern ist den einzelnen Spenderinnen und Spendern gewidmet, welche die Sanierung finanziell unterstützt haben. «Wir müssen noch maximal eine Hypothek von 300 000 Franken aufnehmen», sagte Hans Buser, der die Stiftung Marabu präsidiert. Beiträge der öffentlichen Hand, beispielweise von der Gemeinde Gelterkinden oder aus dem Swisslos-Fonds, haben die Finanzierung genauso ermöglicht wie eine Vielzahl von privaten Spenden.
Trotz der umfassenden Sanierung hat das Marabu viel von seinem alten Charme behalten. Dies sei den Verantwortlichen auch ein Anliegen gewesen. Denn: «Das Marabu ist in Gelterkinden und dem Oberbaselbiet breit akzeptiert – und das soll auch so bleiben», sagte Hans Buser.
Nun ist der Verein, dessen Mitglieder den Betrieb in ehrenamtlicher Arbeit sicherstellen, bereit, um das Programm im neuen Marabu zu lancieren. Mit dem bewährten Kinoangebot am Montag und Donnerstag, dem Barbetrieb am Donnerstag, einem monatlichen Kinderkino sowie Aufrtitten von bekannten Künstlern wie dem Lokalmatador Baschi oder Comedy-Grösse Helga Schneider warten bereits in diesem Frühling einige Highlights auf die Besucherinnen und Besucher.
Tage der offenen Türe im Marabu
sf. Nach der offiziellen Eröffnung für geladene Gäste am Freitagabend öffnet das neue Marabu am Wochenende seine Türen erstmals für die Öffentlichkeit. Am Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr können alle Räumlichkeiten des Gebäudes besichtigt werden, zudem ist die Bar geöffnet. Mit zwei Konzerten von «The Revatos» am Samstag (19 Uhr) und am Sonntag (13.30 Uhr) sowie einer Aufführung des Balletts Liestal am Samstag (13.30 Uhr) wird das Programm abgerundet.