Erschütternde Erkenntnisse
31.03.2023 BaselbietPatrik Reiniger, der Chef des Führungsstabs, über die Folgen eines grossen Erdbebens in der Region dbebens in der Region
Die Region Basel ist bekanntermassen ein Gebiet mit erhöhter Erdbebengefahr. Eine Wiederholung des «Bebens von Basel» hätte gravierende Folgen. Patrik Reiniger, der ...
Patrik Reiniger, der Chef des Führungsstabs, über die Folgen eines grossen Erdbebens in der Region dbebens in der Region
Die Region Basel ist bekanntermassen ein Gebiet mit erhöhter Erdbebengefahr. Eine Wiederholung des «Bebens von Basel» hätte gravierende Folgen. Patrik Reiniger, der Chef des Baselbieter Führungsstabs, zeigt anhand eines neuen Erdbebenmodells der ETH auf, wie sich hier ein heftiger Erdstoss auswirken und wie die Rettung ablaufen würde.
David Thommen
Die zeitliche Nähe war Zufall: Einen Monat nach dem grossen Beben in der Türkei und in Syrien hat der Schweizerische Erdbebendienst der ETH Anfang März zusammen mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und weiteren Partnern ein neu entwickeltes Erdbebenmodell für die Schweiz vorgestellt. Dieses schaffe eine neue Grundlage, «um sich besser auf Erdbeben und deren Bewältigung vorbereiten zu können», hiess es in der Medienmitteilung dazu. Im Modell sind detaillierte Informationen zur Erdbebengefährdung, zum Einfluss des lokalen Untergrunds, zur Bausubstanz von Gebäuden und Infrastruktur sowie zu potenziell betroffenen Personen kombiniert.
Dass Erdbeben in der Schweiz ein Thema sind, zeigte sich am 22. März einmal mehr: Im Kanton Jura wurde eine Erschütterung mit einer Stärke von 4,3 auf der Richterskala registriert. Kleinere Schäden seien bei einem Erdbeben dieser Stärke in der Nähe des Epizentrums vereinzelt möglich, teilte der Erdbebendienst mit. Gespürt wurde der Erdstoss noch in einer Entfernung von knapp 150 Kilometern.
Wenig überraschend ist das Erdbebenrisiko in der Region Basel laut dem neuen Modell recht hoch. Am 18. Oktober 1356 legte eine heftige Serie von Erdstössen mit einer Magnitude von geschätzt 6 bis 7,1 die Stadt Basel in Trümmer. Das Epizentrum befand sich unterhalb des Gemeindegebiets von Reinach. Dort verläuft ein tiefer Riss in der Erdkruste, der von Aesch aus in zwei Armen weit nach Norden reicht. Durch die Erdstösse sollen damals 40 Burgen in einem Umkreis von bis zu 50 Kilometern zerstört worden sein. Die Stadt Basel brannte als Folge des Erdbebens nieder. Die Zahl der Todesopfer soll einigermassen überschaubar geblieben sein, da die Menschen nach den ersten Erdstössen ins Freie flüchten konnten.
Neues Werkzeug
Die «Volksstimme» hat sich bei Patrik Reiniger angemeldet, um Einblicke in das neue Erdbebenmodell zu gewinnen. Der 50-Jährige ist Leiter des kantonalen Amts für Militär und Bevölkerungsschutz und Leiter des Kantonalen Führungsstabs.
Wann ist mit dem nächsten grossen Erdbeben in der Region Basel zu rechnen, Herr Reiniger? «Die neusten Szenarien der ETH gehen davon aus, dass alle 2100 Jahre ein Beben der Magnitude 6,6 eintreten könnte. Starke Erdbeben sind aber jederzeit möglich.» Natürlich wolle er nicht schwarzmalen, doch es sei klar, dass sich die Behörden mit dem Szenario befassen und Vorbereitungen treffen.
Denn vorweg lasse sich vor allem eines sagen: «Ein Erdbeben wie 1356 in unserer Region hätte ein unglaublich grosses Schadensausmass zur Folge. Es wäre mit nichts vergleichbar, was unsere Generationen hier schon erlebt haben.»
Epizentrum nahe Basel …
Reiniger behändigt einige Ausdrucke mit Berechnungen und Grafiken des Schweizerischen Erdbebendienstes, die auf dem neuen Erdbebenmodell der ETH beruhen. Bei einem Beben mit einer Magnitude von 6,6 mit dem Epizentrum wiederum in Reinach, also einem wohl fast identischen Ereignis wie 1356, kämen laut dem Modell in der weiteren Region 3000 bis 4000 Menschen ums Leben. Mehr als 50 000 Personen würden obdachlos.
Die Berechnung zeigt, dass ein Gebäudeschaden von insgesamt 45 Milliarden Franken entstünde. 50 Prozent der Infrastruktur wäre rund um das Epizentrum zerstört oder erheblich beschädigt.
Am stärksten betroffen wären bei diesem Szenario das Birstal bis hoch ins Laufental, das Leimental und natürlich die Stadt Basel. Im Verbreitungsgebiet der «Volksstimme» wären die Schäden laut der Prognose des Modells hingegen nicht ganz so riesig. Zwischen dem Epizentrum in Reinach und dem Oberbaselbiet liegt der Gempen, und dieser massive Jurazug würde die Erdstösse voraussichtlich deutlich dämpfen.
… und in der Nähe von Liestal
Doch das Epizentrum eines schweren Erdbebens könnte auch leicht südlich von Liestal sein. Reiniger hat eine Berechnung für ein Magnitude- 6-Beben zur Hand: Neben der Stadt Liestal würden in diesem Falle im ganzen Oberbaselbiet reihenweise Gebäude beschädigt – im Bezirk Sissach, in beiden Frenkentälern, aber auch selbst in den Dörfern auf den Jurahöhen wie in Arboldswil, Titterten, Wittinsburg und so weiter.
Das Szenario «Liestal» hätte nicht das ganz gleich hohe Schadensausmass wie die Wiederholung des «Bebens von Basel». Das Computermodell geht hier von rund 200 Todesopfern in und um Liestal aus, obdachlos würden 20 000 bis 30 000 Menschen in der ganzen Region. Der finanzielle Schaden würde sich vermutlich auf mehr als 5 Milliarden Franken belaufen. Verletzte müssten voraussichtlich in 45 bis 50 Gemeinden beklagt werden, und zwar 6 bis 50 Personen pro Dorf. Das tönt auf Anhieb nicht allzu dramatisch, doch Reiniger rechnet vor: «Das sind 300 bis 2500 Verletzte, die versorgt werden müssten.»
Die Einsatzorganisationen des Kantons Baselland wären nicht in der Lage, das Ausmass eines solchen Bebens alleine zu bewältigen: «Das wäre ein nationales oder sogar internationales Ereignis», sagt Reiniger. Doch dazu später mehr.
Prognose für jedes Haus
Bevor das neue Erdbebenmodell der ETH vorlag, hatte man sich im Kanton Baselland mit groben Schätzungen über die Auswirkungen von schweren Erdbeben beholfen. Ganz falsch lag man mit diesen Annahmen nicht, wie Reiniger heute sagt, doch jetzt wird alles präziser. Hauptsächlich deshalb, weil die detaillierten Erkenntnisse über den Untergrund in die Berechnung einfliessen.
Die ETH hat in Basel, im Unterbaselbiet und bis hoch nach Liestal bereits sogenannte Mikrozonierungen durchgeführt, mit denen die geologischen Begebenheiten bis in grosse Tiefen kartiert wurden. Für die restlichen Kantonsteile wird bis in zwei Jahren eine Baugrundklassenkarte vorliegen, die Auskunft zumindest über die oberflächlichere geologische Beschaffenheit des Untergrunds gibt. Dank dieser Angaben wird es möglich sein, recht präzise Vorhersagen über das Schadensausmass eines Erdbebens im Kanton zu machen.
Reiniger verdeutlicht: «Je weicher und instabiler der Untergrund, desto schlimmer die Folgen eines Bebens.» Bei sandigem oder lehmigem Boden verstärkten sich die Wellen, und die zerstörerische Wirkung auf ein Bauwerk könne gleich zehnmal grösser sein, als wenn ein Gebäude auf festem Fels stehe.
Die Schwierigkeit ist, dass der Boden in der Region Basel ausgesprochen heterogen ist: «Das kann schon innerhalb der gleichen Gemeinde oder sogar innerhalb eines Wohnquartiers beträchtlich variieren», so Reiniger. Daher arbeite man daran, den Untergrund in einem höheren Detailgrad zu erfassen. Ganz generell lässt sich sagen, dass der Boden in Rheinnähe und den weiten Tälern wie im Birs- oder Leimental etwas ungünstiger ist als im Oberbaselbiet, wo häufig stabiler Fels den Untergrund bildet.
Schadenpotenzial pro Haus
Um ein detailliertes Bild über die tatsächliche Gefahr für alle Gebäude im Kanton zu bekommen, wird das Erdbebenmodell in Zukunft sukzessive mit Daten «gefüttert», die zum Beispiel bei der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung vorhanden sind – vor allem, in welchem Jahr ein jedes Haus im Kanton gebaut wurde und wie es beschaffen ist.
Mit Abstand am gefährdetsten sind alte Häuser, resümiert Reiniger. Vor allem Bruchsteinmauern auf instabilem Untergrund werden einem starken Erdbeben kaum standhalten können. Daher könnte es nach einem heftigen Erdstoss in historischen Stadt- oder Dorfzentren besonders grosse Schäden geben.
Als deutlich sicherer werden Stahl-Beton-Konstruktionen beurteilt. Und generell weniger Sorgen müsse man sich um neuere Gebäude machen, so Reiniger. Vermehrt auf Erdbebensicherheit geachtet wird in der Schweiz vor allem seit 1989, als schärfere Normen eingeführt worden sind. Noch sicherer sind Gebäude, die nach der Jahrtausendwende erstellt wurden.
Ziel ist es, mit all den Daten für Gebäudeareale im Kanton ein ziemlich genaues Bild über das Schadenpotenzial zu gewinnen. Reiniger: «Im Idealfall können die Rettungskräfte nach einem Beben sofort beurteilen, wo es voraussichtlich grosse Schadensherde und am meisten Verschüttete gibt.»
Bereits heute ist es möglich, auf der Grundlage des neuen Modells im Internet eine – allerdings noch recht grobe – Risikoabschätzung für Gebäude in allen Gegenden der Schweiz vorzunehmen (siehe Kasten). Aus heute «roten Gebäuden» mit einem hohen Schadenpotenzial sollten im Idealfall mit der Zeit möglichst viele «grüne Gebäude» werden, sagt Reiniger. Für Prävention seien im Kanton allerdings andere Stellen zuständig. Sein Amt befasse sich mit dem Ereignis-Eintritt – und dieser könne schon morgen sein.
Umfangreiche Denkarbeit
Und was ist dann? Reiniger holt aus: «Wenn wir nicht sofort auf eine durchdachte Einsatzplanung zurückgreifen können, wird die Rettung nicht funktionieren.» Die Chaosphase müsse man gleich zu Beginn minimieren, «sonst scheitert alles». Natürlich stütze sich alles auf Annahmen, «doch dies ist besser, als keinen Plan und keine Ahnung zu haben».
Reiniger wiederholt, dass die Folgen eines zerstörerischen Erdbebens in der Region Basel nicht von den beiden Basel alleine bewältigt werden könnten. Armee, Zivilschutz und Rettungsorganisationen aus der Schweiz und möglicherweise auch aus dem Ausland müssten beigezogen werden. Um die Hilfsbereitschaft mache er sich keine Sorgen, sagt der Leiter des Kantonalen Führungsstabs. Die Solidarität sei bei Grossereignissen jeweils riesig, wie sich nun auch am Beispiel der Türkei und Syrien wieder zeige. Die grosse Aufgabe des Kantonalen Führungsstabs werde die Koordination der Hilfe sein.
Und hier ist vieles vorbereitet, wie ganze Ordner voller Notfallpläne in den Schränken des Amts für Militär und Bevölkerungsschutz an der Oristalstrasse in Liestal zeigen. Reiniger gibt einige Einblicke in die Vorkehrungen:
Nach einem starken Erdbeben wird das Gebiet möglichst rasch überflogen, damit man ein Lagebild gewinnen kann. Das neue Erdbebenmodell gibt zusätzlich Hinweise, wo es am meisten Opfer geben könnte. Rettungskräfte (Feuerwehr, Zivilschutz, Sanität und so weiter) beginnen sofort mit der Rettung.
Bereits definiert sind Rettungsachsen, über die Katastrophenhelfer und Material ins Baselbiet gebracht werden könnten. Der aktuelle Plan sieht vor, dass die Hauptrettungsachse vom Mittelland her über den Oberen Hauenstein bei Langenbruck verläuft und bis Salina Raurica führt. Die Strecke wurde genau analysiert: Bei 17 Objekten ist auf dieser Route mit «Trümmerwurf» zu rechnen, also mit eingestürzten Häusern, welche die Strasse versperren. Bereits wurden die Baufirmen in der näheren Umgebung analysiert, die mit der sofortigen Räumung dieser Objekte beauftragt werden könnten.
Zudem gibt es auf der Achse vom Hauenstein bis nach Salina Raurica nicht weniger als zehn Brücken, die einstürzen könnten. Hier hat sich Reinigers Amt bereits mit der Schweizer Armee verständigt: Diese kann rasch mit Hilfsbrücken zur Stelle sein, die über die defekten Brücken geschoben werden. «Das Material ist vorhanden», sagt Reiniger.
Eine zweite Hauptachse verläuft durchs Fricktal. Via A3, die vermutlich nicht allzu grossen Schaden nehmen dürfte, sollen vor allem internationale Hilfsgüter angeliefert werden und Rettungskräfte aus dem Ausland eintreffen. Hier liegt die Annahme zugrunde, dass viel internationales Hilfsmaterial via Flughafen Zürich eintrifft. Zürich deshalb, weil der Flughafen Basel-Mulhouse nach einem schweren Erdbeben mehr oder weniger ausfallen dürfte, oder aber die Strassen durch die Stadt Basel kaum noch befahrbar wären.
Das Gelände Salina Raurica bei Augst und Pratteln ist als Drehscheibe für nationale und internationale Hilfsgüter und als Quartier für auswärtige Helfer sowie für die Armee vorgesehen. Hier würden auch die Helikopter stationiert, die zumindest in einer ersten Phase Hilfskräfte und Rettungsgüter verteilen. Diese Drehscheibe sei für die Hilfe in die ganze Region gedacht, sagt Reiniger.
Nach einem grossen Beben werden viele Gebäude eingestürzt oder zumindest einsturzgefährdet sein. Es müssen also rasch Notunterkünfte – sprich Zelte – bereitgestellt werden. Ein grosses kantonales Auffanglager ist nicht vorgesehen, da davon ausgegangen werden muss, dass viele Strassen nicht mehr befahrbar und der Personentransport nicht mehr möglich wäre. Für die Unterbringung der Menschen sind daher die Gemeinden zuständig. Gehandelt werden müsste rasch: «Passiert ein Erdbeben im Winter und es ist bitterkalt, müssen wir unbedingt verhindern, dass Überlebende und Gerettete erfrieren», sagt Reiniger.
Hilfe für den Aufbau der Notunterkünfte in den Dörfern müsste eingeflogen werden, da lokale Rettungskräfte wie Zivilschutz und Feuerwehr vermutlich tagelang intensiv damit beschäftigt wären, Verschüttete zu bergen.
Wo die Notunterkünfte aufgebaut werden sollen, ist bereits festgelegt. Reiniger: «In fast jedem Dorf gibt es einen Fussball- oder Sportplatz.» Diese Gelände seien gross und verfügten in aller Regel über eine funktionierende Entwässerung. Wie die Zeltstadt mit der ganzen Logistik – wie sanitären Anlagen oder medizinischen Einrichtungen – aussieht, ist definiert. Das Material indessen ist grösstenteils nicht vorhanden: «Wir können nicht auf Vorrat Zelte für Hunderttausende Personen beschaffen», sagt Reiniger. Das Material sei aber beispielsweise bei internationalen Hilfswerken oder in anderen Staaten vorhanden. Der Bund würde entsprechende Begehren stellen und den Transport organisieren.
Zelte seien in einer ersten Phase ideal, so Reiniger. Denn in der Regel gibt es nach einem grossen Erdbeben über längere Zeit mehr oder weniger heftige Nachbeben. An eine sofortige Rückkehr der Menschen in ihre beschädigten Häuser ist zunächst nicht zu denken. Doch natürlich sollen Gebäude so rasch wie möglich wieder genutzt werden können, so beispielsweise Turnhallen für Unterkünfte oder andere Gebäude, die stehen geblieben sind. Doch wie findet man heraus, ob ein Gebäude akut einsturzgefährdet ist?
Reiniger verweist auf das sogenannte Ingenieurteam, das bereits heute dem Führungsstab angehört – mit Experten, die zum Teil schon Einsätze in internationalen Katastrophengebieten geleistet haben. Vorgespurt ist, dass die Ingenieure sofort mit der statischen Beurteilung von Gebäuden beginnen. An den Eingängen werden farbliche Markierungen je nach Resultat angebracht – Betreten wird erlaubt oder verboten. Selbstverständlich gebe es im Baselbiet nicht genügend Ingenieure, die sämtliche Gebäude im Kanton innert nützlicher Frist beurteilen könnten, sagt Reiniger. Doch solche Teams gebe es in allen Kantonen. Diese müssten sofort beigezogen werden.
Eine gefestigte Infrastruktur, die voraussichtlich weiterhin funktionieren würde, sind die Zivilschutzanlagen in den Gemeinden. Dort gibt es Notstrom, es kann geheizt und gekocht werden. Abschliessend eingerichtet sind diese Anlagen für den Erdbeben-Notfall allerdings nicht. Reiniger: «Es müsste zu Beginn viel improvisiert werden.»
Verletzte müssten ausgeflogen oder zumindest in einer ersten Phase lokal versorgt werden, sagt Reiniger. Im Baselbiet gibt es für rund 0,6 Prozent der Bevölkerung geschützte Betten in unterirdischen Sanitätshilfsstellen, Reiniger spricht von gegen 1700 Betten. Eine der grössten unterirdischen Sanitätshilfsstellen befindet sich in Liestal auf dem Gelände des Frenkenbündten-Schulhauses. Bei Bedarf könnten dort auch Hausärzte zusammengezogen werden, deren Praxen das Erdbeben nicht unbeschadet überstanden haben.
Und was passiert mit all den vielen Toten, die es laut dem neuen Erdbebenmodell bei einem starken Beben geben wird? Patrik Reiniger hat auch hier die Antwort parat: Das Krematorium auf dem Friedhof Hörnli in Riehen, sofern es noch funktionstüchtig und zugänglich ist, würde auf einen 24-Stunden-Betrieb hochgefahren. Darüber hinaus gebe es eine Abmachung mit dem Kanton Zürich, der weitere grosse Kapazitäten habe. Und sollte es ganz schlimm werden, müsste auf Notbestattungen ausgewichen werden. Die Verstorbenen würden später exhumiert und kremiert. Reiniger: «Wir müssen alles daransetzen, um die Seuchengefahr nach einem Erdbeben zu minimieren.»
Dies einige nüchterne, aber dennoch erschütternde Erkenntnisse aus der Erdbeben-Notfallplanung.