Der Landrat will nicht, dass der Kanton 50 000 Franken an den Kasernenneubau für die Päpstliche Schweizergarde zahlt. Er stimmte gestern mit 47 zu 34 Stimmen bei 7 Enthaltungen gegen den Budgetantrag der Regierung. Im Jahr 2024 ist der Kanton Baselland als Gastkanton zur Vereidigung der ...
Der Landrat will nicht, dass der Kanton 50 000 Franken an den Kasernenneubau für die Päpstliche Schweizergarde zahlt. Er stimmte gestern mit 47 zu 34 Stimmen bei 7 Enthaltungen gegen den Budgetantrag der Regierung. Im Jahr 2024 ist der Kanton Baselland als Gastkanton zur Vereidigung der Schweizergarde eingeladen. Die Baselbieter Regierung wollte den Beitrag an die Kasernenstiftung der Päpstlichen Schweizergarde als Gastgeschenk überreichen. Der Antrag hatte eine emotionale Debatte im Landrat zur Folge. Auf Zustimmung stiess sie bei der Mitte/GLP-Fraktion. Kritik kam aus den Fraktionen SP, Grüne/EVP und FDP, wobei es auch innerhalb der Fraktionen unterschiedliche Meinungen gab. Ebenso bei der SVP, die Stimmfreigabe beschloss. Stefan Degen (FDP) sagte, es sei «speziell», dass ein Kanton im Prinzip Geld an eine «fremde Armee» gebe. Béatrix von Sury (Die Mitte) dagegen hielt fest, das Geld komme nicht dem Vatikan, sondern Schweizern Bürgern zugute. Es handle sich um ein Kulturgut. Miriam Locher (SP) sagte, dass die breite Bevölkerung nichts davon habe. Ein solcher Beitrag widerspreche zudem der Trennung von Kirche und Staat. sda.