Am Samstag gibt es Führungen im Viertelstundentakt
Seit Frühling 2020 läuft die Sanierung der Burgruine Farnsburg bei Ormalingen. Die Arbeiten befinden sich aktuell in der Halbzeit. Der Bevölkerung wird am nächsten Samstag von 9 bis 15 Uhr die Möglichkeit geboten, die Baustelle zu ...
Am Samstag gibt es Führungen im Viertelstundentakt
Seit Frühling 2020 läuft die Sanierung der Burgruine Farnsburg bei Ormalingen. Die Arbeiten befinden sich aktuell in der Halbzeit. Der Bevölkerung wird am nächsten Samstag von 9 bis 15 Uhr die Möglichkeit geboten, die Baustelle zu besichtigen.
vs. Nach der ersten grossen Restaurierung 1929–1931 sowie zahlreichen weiteren Reparaturen ist bis 2022 eine umfassende Sanierung der Farnsburg im Gange. Unter der Projektleitung der Archäologie Baselland sind mehrere spezialisierte Unternehmen am Werk. Unter anderem wird der instabile Felsuntergrund gefestigt und das Mauerwerk repariert. Gleichzeitig soll die Farnsburg für die Öffentlichkeit aufgewertet werden.
Um über den Arbeitsfortschritt zu informieren, laden die Archäologie Baselland sowie die Familie Dettwiler als Eigentümerschaft der Burgruine am Samstag, 4. September, zum Tag der offenen Baustelle auf der Farnsburg ein. Von 9 bis 15 Uhr finden laut einer Mitteilung der Archäologie Baselland zu jeder Viertelstunde Führungen statt. Den Handwerkern der Bauunternehmung Rofra Bau AG kann bei den Mauerwerksarbeiten zugesehen werden. Bei dieser Gelegenheit kann auch der Artillerie-Beobachtungsposten aus dem Zweiten Weltkrieg unter der Leitung der Infanterie-Vereinigung Baselland besichtigt werden. Der instabile Felsuntergrund und die aus dem gleichen, wenig dauerhaften Gestein errichteten Burgmauern machen laut Mitteilung der Archäologie Baselland die Arbeiten zu einer grossen Herausforderung. Bereits jetzt hielten zahlreiche Anker den Felsen besser zusammen. Das Mauerwerk werde mit Spezialmörtel und frostsicheren Bruchsteinen ergänzt und abgedichtet. Stellenweise müssten aber ganze Mauerzüge wegen ihrer Instabilität und der Frostschäden ersetzt werden, heisst es weiter. Auch Überraschungen wie ein riesiger Hohlraum unter der langen Stiege stellten insbesondere die Ingenieure vor Herausforderungen.
Die Arbeiten sind mit Ausgaben von 5,15 Millionen Franken projektiert. 1933 hat sich der Kanton zum Unterhalt dieser Anlage verpflichtet, die sich in Privatbesitz befindet.
Vielfältiger Mehrwert
Um die Farnsburg aufzuwerten, werden laut der Archäologie Baselland «gleichzeitig die Lesbarkeit des Baugrundrisses und der Gebäude vereinfacht» sowie Wegführungen und Absturzsicherungen eingerichtet. Ebenso werden Massnahmen zur Erhaltung der lokalen Flora und Fauna umgesetzt. Bereits wiederhergerichtet ist der unter der Ruine eingebaute Artillerie-Beobachtungsposten, für den die Infanterie-Vereinigung Baselland zuständig ist.
Tag der offenen Baustelle auf der Farnsburg: Samstag, 4. September, von 9 bis 15 Uhr mit Führungen zu jeder Viertelstunde. Die Familie Dettwiler vom Hofgut Farnsburg bietet vor Ort Grilladen sowie Getränke an. Parkiermöglichkeiten beim Hofgut Farnsburg (10 Minuten Fussmarsch). Die Anreise per öV erfolgt am besten via Bushaltestelle Buuseregg (30 Minuten Fussmarsch). Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. Informationen unter www.archaeologie.bl.ch