Die Regierungen beider Basel stehen der vom Bund vorgeschlagenen Ausweitung der Covid-Zertifikatspflicht grundsätzlich positiv gegenüber. Baselland meldet allerdings Vorbehalte an. Von einer generellen Ausweitung der Zertifikatspflicht auf alltägliche Bereiche wie Restaurants oder ...
Die Regierungen beider Basel stehen der vom Bund vorgeschlagenen Ausweitung der Covid-Zertifikatspflicht grundsätzlich positiv gegenüber. Baselland meldet allerdings Vorbehalte an. Von einer generellen Ausweitung der Zertifikatspflicht auf alltägliche Bereiche wie Restaurants oder Vereinsproben will die Baselbieter Regierung nichts wissen. Infrage kommt für sie nur eine moderate Ausweitung im Fall, dass eine landesweite längerfristige Überlastung der Spitalversorgung unmittelbar droht, wie es in der gestern veröffentlichten Stellungnahme heisst. Die Basler Regierung befürwortet dagegen eine Ausweitung der Zertifikatspflicht aufgrund der ansteigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus ohne Vorbehalte. Sie beurteilte die epidemiologische Lage gestern als «besorgniserregend». Massnahmen müssten ergriffen werden, bevor die Spitalkapazitäten ausgeschöpft sind. Auf schweizweiter Ebene sind sich die betroffenen Branchen jedoch uneins. Als Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit sei die Massnahme für den Schweizerischen Gewerbeverband verfassungswidrig. Handfeste Beweise auf einen gesundheitspolitischen Nutzen gebe es nicht. Auch der Gastgewerbeverband Gastrosuisse zeigte sich alarmiert. Restaurants und Cafés müssten mit massiven Umsatzeinbussen rechnen. sda.