«Erst beim Lesen wurde mir klar, wie viel ich verdränge»

Do, 30. Apr. 2020

Sebastian Wirz

Frau Hafner, vor der Veröffentlichung von «Vorbild und Vorurteil» war Ihre sexuelle Orientierung in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Wie wurden Sie überhaupt für die Mitarbeit am Buch angefragt?
Sabina Hafner:
Ich kenne Jeannine Borer, die den Text aus meiner Sicht geschrieben hat, schon aus jugendlichen Leichtathletik-Tagen. Sie wusste wohl von mir und meiner Partnerin und hat mich angerufen. Am Telefon hat sie aber ganz offensichtlich rumgedruckst und traute sich nicht, zur Sache zu kommen. Sie wollte mir wohl nichts unterstellen und wusste nicht mit Sicherheit, wie ich zu Homosexualität stehe. Ich habe dann den Satz für sie beendet – und dann wurde das Telefonat recht lustig und locker.

Sie gaben für den Text sehr viel Persönliches preis, nicht zuletzt Ihre sexuelle…

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