Als habe das Fest erst begonnen
27.02.2018 Gelterkinden, Fasnacht32 Guggen verabschieden Frau Fasnacht am «Cherus»
vs. Es ist ein Anlass, der langsam, aber sicher über sich hinauswächst. Am Gelterkinder «Cherus» haben sich am vergangenen Samstag 32 Guggen aus der ganzen Schweiz und der badischen ...
32 Guggen verabschieden Frau Fasnacht am «Cherus»
vs. Es ist ein Anlass, der langsam, aber sicher über sich hinauswächst. Am Gelterkinder «Cherus» haben sich am vergangenen Samstag 32 Guggen aus der ganzen Schweiz und der badischen Nachbarschaft die Ehre gegeben, um Frau Fasnacht gebührend zu verabschieden. Der Marsch der Formationen durch das Dorf und anschliessende Konzerte auf den eigens aufgebauten Bühnen liessen die Guggen-Herzen der herbeigeströmten Massen noch einmal aufleben.
Grandioser Fasnachts-Abschied
«Cherus» im Mekka der Guggen
Die Parade von 32 Guggen von der Allmend auf den Dorfplatz, gefolgt von einem Monsterkonzert auf sechs Bühnen, hat einen der Höhepunkte und den Schlusspunkt der Gelterkinder Fasnacht dargestellt. Das Publikum war begeistert.
Nachtheuel
Langsam, aber sicher entwickelt sich der «Cherus» in Gelterkinden zum Fasnachtsevent schlechthin im Oberbaselbiet oder, andersherum gesagt, zum Mekka der «Guggemuusig». Was am vergangenen Samstag im Dorfkern zwischen Allmend und Dorfplatz abging, muss man gesehen haben, sonst glaubt man es nicht. Geneigte Besucherinnen und Besucher mögen auch vom Grand Prix der Guggen sprechen.
Bereits das Warm-up auf den sechs eigens aufgebauten Konzertbühnen zog viel Volk an. Und beim Start auf der Allmend zur Parade der 32 Guggen aus fast der ganzen Schweiz und der badischen Nachbarschaft standen wohl mehr Leute an den Rändern der Gassen als das Dorf Einwohner zählt, um dem Vorbeimarsch der Formationen beizuwohnen. Diese zogen nochmals alle Register und griffen in die Ventile, als würde die Fasnacht eben erst beginnen. Knapp die Hälfte der Guggen kam aus dem Baselbiet. Fünf reisten aus dem Kanton Aargau an, je vier aus dem Solothurnischen und aus Deutschland sowie je eine aus den Kantonen Bern, Freiburg und Genf.
Am Ziel der Paraderoute auf dem Dorfplatz sowie an den Standorten der andern Konzertbühnen in der Marktgasse, der Ochsengasse, der Schulgasse und der Rössligasse war danach kaum mehr ein Durchkommen. Die Guggen sowie die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler aus nah und fern sorgten für eine ausgelassene und vor allem friedliche Stimmung.
Streng nach Zeitplan
Lief schon die Guggenparade nach einem straffen Zeitplan ab, war auch beim Monsterguggenkonzert die Spielzeit der einzelnen Guggen streng limitiert. Das wusste das Publikum zu schätzen, kam es doch in den Genuss eines Nonstop-Konzerts ohne Pausen bis über die Geisterstunde hinaus. Nicht weniger als 25 Beizli, Stände und Bars liessen keine Wünsche offen, versorgten das Volk auf den Gassen mit flüssigen und festen kulinarischen Köstlichkeiten. Gefragt war, nachdem auch Väterchen Frost die Gelterkinder Fasnacht beehrte, vor allem Wärmendes.
Das OK unter dem Präsidium von Stephan Béhé hat auch beim sechsten «Cherus» Hervorragendes geleistet. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Gelterkinder Fasnacht und den Vereinen entstand ein inzwischen weit über die Grenzen hinaus bekannter und beim Publikum beliebter Event zum Abschluss der Fasnacht.