Die Primarschulen im Quervergleich

  28.02.2014 Basel, Bildung, Politik, Baselbiet

Baselland liegt im Durchschnitt, Basel-Stadt am Schluss. Ziel des Vergleiches war es aber nicht, die Kantone zu vergleichen, sondern den Lehrern und Schülern eine persönliche Standort-Bestimmung zu ermöglichen. Im Baselbiet war die Teilnahme freiwillig, beteiligt hat sich rund ein Drittel der dritten Primarklassen. Ausführlicher Bericht in der «Volksstimme» vom Dienstag.

 

Die Bandbreite der Leistungen ist im Kanton Basel-Landschaft am geringsten, im Kanton Basel-Stadt am grössten, wie der Bildungsraum Nordwestschweiz mit Sitz in Aarau am Freitag mitteilte. Eine mögliche Erklärung für die breitere Streuung und den tieferen Durchschnitt der Ergebnisse in Basel-Stadt könne der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Zweitsprache sein.

Dieser Anteil ist im Kanton Basel-Stadt mit 46 Prozent bedeutend höher als in den anderen Kantonen. Dort liegt der Anteil zwischen zwischen 32 und 36 Prozent. Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache schneiden in allen Kantonen schlechter ab als Kinder mit Deutsch als Erstsprache. Die Sprache sei oft eng mit der sozialen Herkunft verbunden, heisst es im Schlussbericht.

Der Vergleich der Leistungen nach Geschlecht zeigt, dass die Mädchen in den beiden Kompetenzbereichen «Lesen» und «erstes Schreiben» leicht besser abschneiden als die Knaben.

Im Kompetenzbereich «Mathematik» ist das Ergebnis genau umgekehrt. Die Mädchen sind leicht im Rückstand. Die Unterschiede zwischen den Mädchen und den Knaben sind jedoch gering. Am einheitlichen Leistungstest «Check P3», bei dem es keine Noten gab, machten im vergangenen September insgesamt 8206 Schülerinnen und Schüler mit. Sie teilten sich auf auf 507 Klassen an 308 Schulen auf.

Die Teilnahme war einzig im Kanton Basel-Stadt für alle Klassen obligatorisch. Es könne nicht ganz ausgeschlossen werden, dass vermehrt Lehrpersonen mit leistungsstarken Klassen aus den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn teilgenommen hätten, wie es im Bericht heisst.


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