Zwischen Hügeln, Höfen und Heimatklängen
02.06.2026 ZunzgenAusflug von Seniorinnen und Senioren
13. Mai, 9.40 Uhr: 182 Männer und Frauen ab 70 versammeln sich angeregt plaudernd vor dem Schulhaus Bündten. Gemeindepräsident Hansruedi Wüthrich, Gemeinderätin Astrid Mathys und Pfarrer Ulrich Dällenbach begrüssen ...
Ausflug von Seniorinnen und Senioren
13. Mai, 9.40 Uhr: 182 Männer und Frauen ab 70 versammeln sich angeregt plaudernd vor dem Schulhaus Bündten. Gemeindepräsident Hansruedi Wüthrich, Gemeinderätin Astrid Mathys und Pfarrer Ulrich Dällenbach begrüssen die Teilnehmenden. Vier Reisecars der Firma Sägesser stehen zur Abfahrt bereit. Was haben sich Maja Pieren und ihr Mann wohl ausgedacht?
In Dagmersellen verlassen unsere Chauffeure die Autobahn. Nun geht es Richtung Entlebuch. Busfahrer Philipp bringt uns allerhand Neues in wirtschaftlicher, geografischer und historischer Hinsicht bei. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Stadt Zofingen immer mal wieder überschwemmt zu werden droht oder dass Willisau drei Mal abgebrannt ist? Übrigens, die Willisauerringli wurden von der Firma Hug übernommen, als Flüsse gibt es die Grosse und die Kleine Emme und in Escholzmatt rauften sich die Bauern gegen die Herrschaften, verloren aber ihren tapfer geführten Kampf.
Das Brienzer Rothorn im Blick fahren wir vom Entlebuch ins Emmental. An der Kambly-Fabrik vorbei, beginnt uns langsam der Magen zu knurren, und wir freuen uns aufs Mittagessen.
Die Chauffeure halten vor einem mächtigen alten Haus, dem Landgasthof Kreuz in Sumiswald. Das ist ein geschichtsträchtiger Ort. Vermutlich waren einige von uns schon einmal da, vielleicht in natura oder aber via Leinwand oder Fernsehen. Jeremias-Gotthelf-Filme wie «Ueli der Pächter» oder «Geld und Geist» von Franz Schnyder wurden hier gedreht. Nach einer Ansprache von Gemeindepräsident Wüthrich und der Organisatorin Pieren gibt es ein wunderbares Mittagessen im berühmten Gotthelfsaal mit den Sumiswalder Pendulen an der Wand. Wir geniessen Hackbraten oder Weizen-Randen-Steak mit «Härdöpfustock» und Gemüse aus dem Garten und verköstigen den auserlesenen Wein.
Es entstehen Gespräche über Krankheit und wundersame Heilung. Wir erheben unsere Gläser und prosten einander zu, dankbar und froh, für einen Moment die Schwere des Alltags hinter uns lassen zu können.
Heimwärts geht es an der psychiatrischen Klinik St. Urban vorbei Richtung Vordemwald.
Müde und glücklich kommen wir plangemäss kurz nach 17 Uhr beim Schulhaus an.
Silvia Wolf Mebold
