Waldenburg und Oberwil müssen je 1 Sitz abgeben
sda. Die Baselbieter Wahlkreise Waldenburg und Oberwil werden bei den nächsten Landratswahlen in einem Jahr je ein Mandat weniger haben. Die Mandate gehen jeweils an die Wahlkreise Münchenstein und Laufen, wie ...
Waldenburg und Oberwil müssen je 1 Sitz abgeben
sda. Die Baselbieter Wahlkreise Waldenburg und Oberwil werden bei den nächsten Landratswahlen in einem Jahr je ein Mandat weniger haben. Die Mandate gehen jeweils an die Wahlkreise Münchenstein und Laufen, wie die Regierung in einer Mitteilung vom vergangenen Freitag schrieb.
Im Wahlkreis Oberwil waren bisher zehn Landratssitze zu vergeben, bei den Landratswahlen vom 11. April kommenden Jahres werden es nur noch neun sein, wie es heisst. Für den Wahlbezirk Waldenburg bedeute es einen Rückgang von deren sechs auf fünf. Die Wahlbezirke Münchenstein und Laufen profitieren davon und würden jeweils von sechs auf sieben Mandate wachsen.
Laut Mitteilung gibt es für die Verschiebungen zwei Gründe. Erstens kommt erstmals das im Mai vergangenen Jahres eingeführte, revidierte Wahlgesetz zur Anwendung, wie die Regierung schreibt. Dieses sehe vor, dass jeder Wahlkreis vorab einen Sitz erhalte und die restliche Zuweisung im Verhältnis der Stimmberechtigten zu den anderen Kreisen erfolge.
Zweitens habe sich das Verhältnis der Stimmberechtigten in den Wahlkreisen geändert. Die Berechnung sei aufgrund der Zahlen bei der vergangenen Abstimmung vom 8. März dieses Jahres erfolgt. Dieser Faktor hatte jedoch bereits vor der Einführung des neuen Wahlgesetzes für Veränderungen bei der Mandatsverteilung gesorgt.
Das neue System arbeitet mit einem Doppelproporz. Zunächst werden die 90 Landratssitze auf die Parteien gemäss kantonaler Ergebnisse verteilt. Danach entsenden die Wahlkreise so viele Landrätinnen und Landräte ins Parlament, wie ihnen Mandate zustehen. Die Baselbieterinnen und Baselbieter hatten die Änderung im Februar 2025 mit rund 66,8 zu 33,2 Prozent der Stimmen deutlich gutgeheissen.