Wozu die Institution schwächen?
Zivildienstleistende übernehmen wichtige Arbeiten in Pflegeheimen, Schulen, Naturschutzgebieten und auf Bauernhöfen. Sie leisten eineinhalbmal so viele Diensttage wie ein Soldat. So erbringen sie den Tatbeweis für ...
Wozu die Institution schwächen?
Zivildienstleistende übernehmen wichtige Arbeiten in Pflegeheimen, Schulen, Naturschutzgebieten und auf Bauernhöfen. Sie leisten eineinhalbmal so viele Diensttage wie ein Soldat. So erbringen sie den Tatbeweis für ihre Gewissensgründe, der Armee fernzubleiben. Entgegen einer oft gehörten Behauptung fehlt der Armee wegen des Zivildienstes kein einziger Mann. Ganz im Gegenteil: Bei einem Sollbestand von 100 000 Mann verfügt die Armee nach Angaben des VBS heute über einen Effektivbestand von über 140 000 ausgebildeten Soldaten.
Die Armee beklagt, dass immer wieder ausgebildete Soldaten in den Zivildienst wechseln. Das stimmt. Die Gründe dafür liegen aber nicht beim Zivildienst, sondern bei der Armee selbst. Fragen Sie einen beliebigen Armeeangehörigen nach seinen Diensterfahrungen. Allzu oft werden Sie Geschichten von Leerlauf, Inkompetenz, Verschwendung und Sinnlosigkeit hören. Es scheint sich leider nicht viel verändert zu haben, seitdem ich selbst ab 1983 viele Monate in der Armee verbrachte. Das Fazit ist klar: Verbessern wir die Armee, anstatt den Zivildienst zu verschlechtern. Deshalb stimme ich am 14. Juni Nein zum untauglichen Zivildienstgesetz.
Rico Kessler, Sissach