Wir sprechen in der Politik oft darüber, dass im Baselbiet mehr Wohnraum entstehen soll. Gleichzeitig wollen wir unsere Landschaft erhalten und nicht stän- dig neues Bauland einzonen. Für mich ist deshalb klar: Wir müssen den Platz in unseren bestehenden ...
Wir sprechen in der Politik oft darüber, dass im Baselbiet mehr Wohnraum entstehen soll. Gleichzeitig wollen wir unsere Landschaft erhalten und nicht stän- dig neues Bauland einzonen. Für mich ist deshalb klar: Wir müssen den Platz in unseren bestehenden Siedlungen besser nutzen. Doch das funktioniert nur, wenn Eigentümer auch tatsächlich bauen und investieren. Eine Aufzonung schafft noch keine einzige Wohnung. Sie gibt lediglich die Möglichkeit, auf einem Grundstück künftig mehr Wohnraum zu schaffen. Ob daraus wirklich Wohnungen entstehen, hängt davon ab, ob sich ein Projekt am Ende auch lohnt.
Genau deshalb überzeugt mich die Initiative «Fairer Kompromiss bei der Mehrwertabgabe». Zusätzliche Abgaben auf Aufzonungen wären aus meiner Sicht das falsche Signal. Wir würden etwas verteuern, das wir gleichzeitig politisch fördern wollen. Wer mehr Wohnraum möchte, sollte das Bauen nicht unnötig erschweren. Gute Rahmenbedingungen bringen uns hier weiter als neue Abgaben. Darum stimme ich am 27. September Ja zur Initiative. Denn auch für mich gilt: Wohnen nicht verteuern.
Matthias Ritter, Landrat SVP, Vorstandsmitglied HEV Waldenburg, Diegten