Theaterstück geht der politischen Wirkung von Chopins Trauermarsch nach
vs. Was hat Chopins «Marche funèbre» mit Margaret Thatcher und Hassan Nasrallah zu tun? Mehr, als man zunächst vermuten würde. Das Theaterfestival bringt mit «Das ...
Theaterstück geht der politischen Wirkung von Chopins Trauermarsch nach
vs. Was hat Chopins «Marche funèbre» mit Margaret Thatcher und Hassan Nasrallah zu tun? Mehr, als man zunächst vermuten würde. Das Theaterfestival bringt mit «Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2» ein neues Stück der libanesischen Kunstschaffenden Rabih Mroué und Lina Majdalanie an drei Spielorte im Baselbiet.
Im Zentrum steht der berühmte Trauermarsch aus Chopins Sonate Nr. 2. Er erklang bei den Beerdigungen politischer Persönlichkeiten mit völlig unterschiedlichen Weltanschauungen – unter anderem bei der britischen Premierministerin Margaret Thatcher und beim Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah. Diese irritierende Gemeinsamkeit bildet den Ausgangspunkt für die Frage, wann Musik politisch wird.
Mroué und Majdalanie untersuchen, wie Musik durch ihren jeweiligen Kontext neue Bedeutungen erhält: Wann wird sie zur Geste oder zum Symbol? Und wann zum Instrument politischer Vereinnahmung? Dabei verbinden sie historische Recherche mit gesellschaftlicher Beobachtung, spielerischer Leichtigkeit und Humor.
Die beiden Kunstschaffenden gehören zu den prägenden Stimmen des Gegenwartstheaters. Auf der Bühne stehen die österreichischen Schauspieler Augustin Groz und Claudia Kottal. «Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2» lädt ein, über die Verbindung von Kunst, Geschichte und Macht nachzudenken.
«Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2», Rabih Mroué & Lina Majdalanie, Freitag, 4. September, 19 Uhr, Kulturforum Laufen, Samstag, 5. September, 19 Uhr, Marabu Gelterkinden, Sonntag, 6. September, 18 Uhr, Palazzo Liestal. www.theaterfestival.ch