Alterungsspuren bei Unterkonstruktion – Ursache für Deckeneinsturz liegt aber woanders
je. Vor ziemlich genau drei Wochen – am 22. Juni – entgingen Anton Lauber, Kathrin Schweizer und die anderen Mitglieder der Baselbieter Regierung knapp einer ...
Alterungsspuren bei Unterkonstruktion – Ursache für Deckeneinsturz liegt aber woanders
je. Vor ziemlich genau drei Wochen – am 22. Juni – entgingen Anton Lauber, Kathrin Schweizer und die anderen Mitglieder der Baselbieter Regierung knapp einer möglichen Katastrophe. Nur einen Tag vor ihrer routinemässigen Dienstagssitzung krachte im Regierungszimmer die Decke herunter. Alle Personen, die im Regierungsgebäude im Liestaler «Stedtli» arbeiteten, wurden umgehend ins Homeoffice geschickt. Das Hochbauamt begann sofort mit der Untersuchung des alterwürdigen Gebäudes, das erst 2024 für fast 14 Millionen Franken saniert worden war.
Inzwischen zeigen sich im Gebäude weitere Mängel, die bislang nicht bekannt waren. So teilte der Kanton am vergangenen Freitag mit, dass die Unterkonstruktion im Regierungszimmer Alterungsspuren aufweist. Sie wurde entfernt. Eine Unterkonstruktion trägt normalerweise den Deckenverputz und ist an Balken befestigt. Die Holzbalken über dem Regierungszimmer werden nun vom Hochbauamt untersucht, heisst es in der Mitteilung weiter. Laut Kanton hat die Alterung der Unterkonstruktion aber nichts mit dem Einsturz der Deckenverkleidung zu tun. Weshalb diese heruntergekommen ist, ist noch nicht bekannt. Der Kanton hat sich dazu noch nicht näher geäussert und stellt aus «untersuchungstechnischen Gründen» auch keine Bilder des Ereignisses öffentlich zur Verfügung, wie er in seiner jüngsten Mitteilung erneut festhält.
Über die Ergebnisse seiner Untersuchung zum Deckeneinsturz will der Kanton laufend informieren. Teilweise gibt es bereits Entwarnung: Der Gebäudeteil, in dem die Landeskanzlei und die Sicherheitsdirektion untergebracht sind, ist wieder begeh- und nutzbar. Gleiches gilt für den Landratssaal: Das Parlament wird nach den Sommerferien wieder an seinem angestammten Ort tagen. Für die letzte Sitzung musste es noch in den Liestaler Stadtsaal ausweichen.